Diaspora. Erkundungen eines Lebensmodells

Kuratorin: Isolde Charim

 

 

Warum sprechen wir eigentlich von Diaspora? Warum nicht von Parallelgesellschaft, Multikulturalismus, Exil, Migration oder Integration? Denn natürlich sind das alles Themen, die in der einen oder anderen Form hier behandelt werden. Aber all diese Begriffe sind Master-Kategorien, wie Saskia Sassen das nennt, Kategorien, deren unmittelbare, einleuchtende Eindeutigkeit die Verschiebungen und Veränderungen, die wir in den Blick bekommen wollen, verdecken.
Parallelgesellschaft (einmal abgesehen von ihrer politischen Konnotation) rückt ebenso wie Exil die Abgrenzung ins Zentrum und verkennt, dass es immer auch – egal wie abgeschottet eine Gemeinschaft leben mag – eine Interaktion mit der umgebenden Lebensrealität gibt. Migration und Integration erfassen zwar Bewegungen, bleiben aber völlig einseitig.
Und Multikulturalismus befriedigt zwar unsere Sehnsucht nach dem Echten und Ursprünglichen, aber um den Preis, den Fremden zum Träger einer authentischen und eindeutigen Identität zu machen. Gegen diese Eindeutigkeiten und Einseitigkeiten brauchte es also einen Begriff, der dem widerspricht, was ein Begriff leisten soll: Es brauchte einen uneindeutigen Begriff. Genau dieses Paradoxon erfüllt „Diaspora“. Das ist die konzeptionelle Erklärung für diese Wahl.

Michael Landau Isolde Charim

Solidarität - Anstiftung zur Menschlichkeit
Michael Landau, Präsident der Caritas Österreich
8. November 2015

Flüchtlingsbetreuung konkret

DIE UNSICHTBARE ARBEIT. Flüchtlingsbetreuung konkret
Christine Okresek & Team, Betreuung der Unbegleiteten Minderjährigen Flüchtlinge (UMF) im „Haus Ottakring“, Laura Schoch, Koordinatorin von „connect Ottakring“, ein Projekt der Österreichischen Kinderfreunde in Kooperation mit den Wiener Kinderfreunden und der Stadt Wien; Marwan Abado, Musiker und Komponist, Projekt „Mobile Musikschule“
6. April 2016

Livia Klingl

WIR KÖNNEN DOCH NICHT ALLE NEHMEN!
EUROPA ZWISCHEN „DAS BOOT IST VOLL“ UND „WIR STERBEN AUS“
Livia Klingl, Autorin
23. März 2015

Naika Foroutan

DIE POSTMIGRANTISCHE GESELLSCHAFT UND IHRE TRENNLINIEN:
ZWISCHEN OFFENHEIT UND FURCHT VOR ISLAMISIERUNG
Naika Foroutan, Sozialwissenschaftlerin an der Humboldt-Universität zu Berlin,
stv. Direktorin des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung
19. Februar 2015


 



ISLAM IN EUROPA: CHANCEN UND HERAUSFORDERUNGEN DER „MUSLIMISCHEN KRISE“

Arab Changes: The Role of Islam
kuratiert von Gudrun Harrer

ARI RATH

Zur Erinnerung