BRUNO KREISKY FORUM
für internationalen Dialog
 
 
Vergangene Schwerpunkte
 
 

Das erste Jahrzehnt seit der Gründung 1991

—  Der Friedensprozess im Nahen Osten
—  Arbeitslosigkeit und globale Wirtschaft
 Nord-Süd-Dialog und Entwicklungszusammenarbeit
 Menschenrechte
—  Europa seit 1989

Der Friedensprozess im Nahen Osten

Die Analyse und die Unterstützung des Friedensprozesses im Nahen Osten war immer ein besonderes Anliegen des Bruno Kreisky Forums. Der amerikanische Senator George McGovern, der israelische Friedensaktivist Uri Avnery, der Harvardprofessor Everett Mendelsohn sowie anerkannte israelische und palästinensische Autoren, Journalisten und Wissenschaftler wie Amos Oz, Sari Nusseibeh, Ari Rath, Ziad Abu Zayyed, Amira Hass, Raji Sourani und viele andere sprachen im Forum zu diesen Themen.
Vertrauensbildende Maßnahmen wie das „Nahost-Jugend-Friedensforum“ (1994 bis 1999) gaben Jugendlichen aus den palästinensischen Gebieten, aus Israel, Ägypten, Jordanien und Österreich die Möglichkeit, einander kennen zu lernen und gemeinsame Projekte zu entwickeln. Österreichische Jugendliche hatten in diesen schwierigen Begegnungen die Rolle der Vermittler und Brückenbauer.

 
Prinz Hassan Bin Talal F. Husseini F. Vranitzky, Y. Arafat  

Arbeitslosigkeit und globalisierte Wirtschaft

Im letzten Jahrzehnt wurde die Arbeitsplatzpolitik zu einem der wichtigsten Themen in Europa. Radikaler Nationalismus und Angst vor der Zukunft sind eine Folge des Wettkampfs um Arbeitsplätze. Seit seiner Gründung veröffentlichte das Bruno Kreisky Forum zahlreiche Studien zu diesem Thema, u.a. eine zweisprachige (englisch-deutsche) Ausgabe der "Dokumente über den Weltgipfel für soziale Entwicklung 1995" und die Publikation "Wie man Arbeitsplätze schafft", die konkrete Strategien für die Schaffung neuer Arbeitsplätze beinhaltet. Einer der Höhepunkte der Tätigkeiten des Forums auf diesem Gebiet war ein Symposium über die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, an dem Allan Larsson, der Generaldirektor der Europäischen Kommission, GD 5, Paavo Lipponen, der Premierminister von Finnland und Experten der Europäischen Union, der OECD und der ILO teilnahmen.

 
T. Daschle J. K. Galbraith R. McNamara  


Nord-Süd-Dialog und Entwicklungszusammenarbeit

„Die schwierigen Probleme der Entwicklungsländer wie Hunger, Unterernährung, drückende Armut, unangemessene Entlohnung, Verschuldung und ständig ungünstiger werdende Handelsbedingungen werden noch durch Rezession, Arbeitslosigkeit und hohe Inflationsraten in den Industrieländern erschwert. "Das ist die wirkliche Realität der gegenseitigen Abhängigkeit“, schrieb Bruno Kreisky anlässlich des ersten Nord-Süd-Gipfels in Cancún im Jahr 1981. Das Bruno Kreisky Forum organisierte von Anfang an Konferenzen und Vorträge zu diesem Thema mit Teilnehmern und Teilnehmerinnen wie den späteren Nobelpreisträgerinnen Rigoberta Menchú und Wangari Maathai.

J. D. Wolfensohn Boutrous Boutrous-Ghali, Vertreter des Volkes der Canela K. Kaunda T. Mbeki


Menschenrechte

Ein weiteres Anliegen des Bruno Kreisky Forums sind die Themen Entwicklungszusammenarbeit und Menschenrechte. Seit 1979 wird in Zusammenarbeit mit der Stiftung Bruno Kreisky Archiv alle zwei Jahre der Bruno Kreisky Preis für Verdienste um die Menschenrechte an Einzelpersonen oder Gruppen vergeben, unter anderem an Nelson Mandela, Amnesty International und Franz Kardinal König. Bei der Preisverleihungszeremonie im Jahr 1993 in Wien war der damalige Generalsekretär der Vereinten Nationen, Boutros Boutros-Ghali, anwesend.

D. Lessing R. Menchú F. Kardinal König, T. Petovar M. Robinson


Europa seit 1989

Ein weiterer Schwerpunkt der ersten Dekade waren die Entwicklungen in Europa seit dem Jahr 1989 und die damit verbundenen weltweiten Umbrüche. Jacques Delors, der damalige Präsident der EU-Kommission und Paul Kennedy, anerkannter Autor und Historiker der Yale University, wiesen bei Veranstaltungen und Diskussionen wiederholt auf die Folgen des wichtigsten Prozesses - jenen der Integration - in der jüngeren Geschichte Europas hin.

J. Delors D. Vernet, H. Fischer Europäische Herausforderungen  

© GAB 06072006


   
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