Aktuell 2019

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Dienstag, 26. Februar 2019, 19:00 Uhr

SCHWARZES LOCH DER DEMOKRATIE IM NAHEN OSTEN

WIE AUTOKRATEN ANDERE AUTOKRATEN UNTERSTÜTZEN UND VON IHNEN LERNEN

Thomas Demmelhuber, Professor für Politik und Gesellschaft des Nahen Ostens an der FAU Erlangen-Nürnberg seit 2015. 2015 wurde er ebenso zum Visiting Professor am College of Europe (Natolin) ernannt. Zuvor war Demmelhuber Juniorprofessor für Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Politik und Internet an der Universität Hildesheim (2012-2015).

Moderation: Gudrun Harrer, Leitende Redakteurin, Der Standard; sie unterrichtet Moderne Geschichte und Politik des Nahen und Mittleren Ostens an der Universität Wien und an der Diplomatischen Akademie Wien.

Bis 2011 wurde der Nahe Osten häufig als Beispiel für die Abwesenheit von Demokratie genannt. Mit den arabischen Umbrüchen 2011 schien sich zwar kurzzeitig eine demokratische Revolutionsromantik und eine weitere Welle à la Huntington durchzusetzen. Acht Jahre später hat sich längst mit wenigen Ausnahmen die Abwesenheit von Freiheit, Teilhabe und Rechtsstaatlichkeit verfestigt. Wir erkennen gar eine Clusterbildung von Autokratien und ein selbstbewusstes Auftreten von Autokraten in ihrem Versuch, Autokratieförderung zu betreiben. Internationale Demokratieförderung ist indes ein Auslaufprodukt der Geschichte. Der Vortrag greift auf Ergebnisse des Forschungsprojekts „Gravitationszentren autoritärer Herrschaft“ zurück, das von 2015-2018 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wurde.

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