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Montag, 06. Mai 2019, 19:00 Uhr

Ari Rath Preis für Kritischen Journalismus

Begrüßung und Begründung der Jury:
Gertraud Borea d’Olmo, Generalsekretärin des Bruno Kreisky Forums

Preisträgerin: Silvana Meixner, Heimat-Fremde-Heimat, ORF
Laudator: Gerhard Zeiler, Chief Revenue Officer Warner Media, ehem. Generalintendant ORF

Ehrenpreis: Helmut Brandstätter, Kurier
Laudator: Franz Vranitzky, Bundeskanzler a.D., Gründungs-und Ehrenpräsident des Bruno Kreisky Forums

Moderation: Alexandra Föderl-Schmid, Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung
Musik: Aliosha Biz, Geige

Der „Ari-Rath-Preis für kritischen Journalismus“ wurde auf der Basis einer Privatinitiative eingerichtet, um im Sinne des im Jänner 2017 verstorbenen renommierten ehemaligen Chefredakteurs der Jerusalem Post Journalistinnen und Journalisten auszuzeichnen, die sich in ihrer Arbeit um eine kritische und der Wahrung der Menschenrechte verpflichtete Berichterstattung über Flucht, Vertreibung und Asyl in hervorragender Weise verdient gemacht haben.
Eine Jury von Expertinnen und Experten unter dem Vorsitz von Gertraud Auer Borea d’Olmo, der Generalsekretärin des Bruno Kreisky Forums für internationalen Dialog und enge Vertraute von Ari Rath, hat einstimmig Frau Dr.in Silvana Meixner für den heurigen „Ari Rath Preis für kritischen Journalismus“ vorgeschlagen.
Der „Ari Rath Ehrenpreis“ wurde einstimmig Dr. Helmut Brandstätter, Herausgeber und ehem. Chefredakteur der Tageszeitung Kurier zuerkannt.

Mit freundlicher Unterstützung von  

Silvana Meixner kam 1986 nach Wien und 1988 zum ORF, wo sie am Aufbau der Minderheitenredaktion mitwirkte. Am 3. Dezember 1993, also vor 25 Jahren, wurde sie durch eine Briefbombe schwer verletzt. Unbeeindruckt davon engagierte sie sich weiter journalistisch für geflüchtete Menschen, ethnische Minderheiten und Menschenrechte. Sie hat im ORF ein Team erstklassig arbeitender Journalistinnen und Journalisten aufgebaut, die inzwischen weit über die Stammredaktion von "Heimat Fremde Heimat“ hinausstrahlt.

Helmut Brandstätter hat im Laufe seiner Karriere immer wieder konsequent bewiesen, dass die liberale Demokratie durch offene und professionelle journalistische Analyse in Bewegung gehalten und gegen Mißbrauch geschützt werden muss. Brandstätter gehört zu der raren Sorte von Medienmachern, die auch in scheinbar orientierungslosen und hoch emotionalisierten Zeiten, mit populistisch- bis extremistischen Diskussionen über Flucht, Migration und Terror, Prinzipien wie journalistische Qualitität und offene Intervention zu Gunsten einer funktionierenden demokratischen Kultur hochhalten. Gerade zum 100 Jährigen Jahrestag der Ausrufung der demokratischen Republik in Österreich ist diese Auszeichnung ein Signal gegen autoritäre politische Tendenzen, Medienzensurversuche, Fake News und hetzerischen Boulevard.

Mitglieder der Jury:
Gertraud Borea d’Olmo, Generalsekretärin des Bruno Kreisky Forums
Fritz Hausjell, Medienhistoriker, Institut für Publizistik, Univ. Wien
Rubina Möhring, Präsidentin Reporter ohne Grenzen
Oliver Rathkolb, Historiker, Institut für Zeitgeschichte, Univ. Wien

 

 

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