Aktuell 2019

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Montag, 13. Mai 2019, 19:00 Uhr

ALGERIEN ZWISCHEN TRANSITION UND RESTAURATION

Rachid Ouaissa, Professor für Politik des Nahen und Mittleren Ostens an der Universität Marburg

Moderation: Gudrun Harrer, Leitende Redakteurin, Der Standard; sie unterrichtet Moderne Geschichte und Politik des Nahen und Mittleren Ostens an der Universität Wien und an der Diplomatischen Akademie Wien.

Seit Ende Februar protestieren Millionen von Algeriern aller Generationen und aus allen Regionen des Landes gegen die Kandidatur von Bouteflika für eine fünfte Amtszeit. Die Proteste begannen zunächst in Fußballstadien. Nun hat die Mobilisierung alle 48 Bezirke des Landes sowie die Diaspora in Frankreich, Kanada, Österreich, Belgien und Deutschland erreicht. Zwei Hauptakteure kann man identifizieren: die Jugend und der Mittelschichten. In 20 Jahren hat Präsident Bouteflika ein System aufgebaut, basierend auf Neoliberalismus, das Militär, Tribalismus und nicht Marktorientierte Business-Mafia. Die Proteste haben zwar die Fassaden des algerischen Regimes zur Fall gebracht, jedoch sind die tiefen und internen Strukturen des Machtapparats intakt.
In diesem Vortrag werde ich die Schwierigkeiten der Transition in rentenabhängigen Staaten wie Algerien behandeln. Dabei werden die Natur des algerischen Regimes und die Möglichkeiten von Transition diskutiert.

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