Aktuell 2019

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Donnerstag, 06. Juni 2019, 19:00 Uhr

DIE GRENZE

VON DER DURCHLÄSSIGKEIT EINES TRENNENDEN BEGRIFFS

Francesco Magris, geboren 1966 in Triest, Studium der Wirtschaftswissenschaften in Italien, Belgien und Cambridge. Magris ist Professor für Ökonomie an der Universität von Tours, Frankreich. Die Grenze ist Francesco Magris‘ erstes Buch in deutscher Sprache.

Hanno Loewy, geboren 1961 in Frankfurt/Main, Literatur- und Medienwissenschaftler, Publizist und Direktor des Jüdischen Museums Hohenems, in dem bis März 2019 die Ausstellung Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen zu sehen war.

Von der Staatsgrenze bis zum allgegenwärtigen Populismus, der Minderheiten gegen Mehrheiten ausspielt, von der Emanzipation des Randes vom Zentrum am Beispiel des grassierenden Separatismus bis zum volkswirtschaftlichen Grenznutzen reichen die Überlegungen von Francesco Magris. Geboren in der Grenzstadt Triest, spürt er die Unterschiede auf, ohne die weder der Einzelne noch die Gesellschaft überlebensfähig wären. Die Grenze ist ein empfindlicher Rand, bissig wie ein reizbarer Nerv, wo die Beziehung zwischen Zentrum und Peripherie besonders widersprüchlich wird. Anhand von Beispielen zeigt Magris den Anspruch auf die listig-anarchische Freiheit, selbstbewusst Grenzen zu überschreiten, nicht nur in der Literatur, sondern auch in der Wirtschaft und in der Gesellschaft.

In Zusammenarbeit mit dem Zsolnay Verlag

Franceso Magris: Die Grenze. Von der Durchlässigkeit eines trennenden Begriffs (aus dem Italienischen von Annette Kopetzki, IBSN 978-3-552-05931-3, erschienen im März 2019 bei Zsolnay)

Die Veranstaltung findet auf Englisch statt.

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