Aktuell 2019

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Donnerstag, 13. Juni 2019, 19:00 Uhr

DAS ENDE EINER ÄRA - FRANZ JOSEF I.

EINE REPUBLIKANISCHE GESCHICHTSSTUNDE

Wolfgang Maderthaner, Historiker, Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs

im Gespräch mit

André Heller, Multimediakünstler

Franz Joseph bestieg 1848 den Thron des Kaisertums Österreich und ist als prototypischer Monarch der Habsburgermonarchie, als gütig lächelnder Großpapa des Reiches in die Geschichte eingegangen. Daneben existieren aber auch andere Sichtweisen, die den Habsburger als seelenlosen Bürokraten zeigen, der das Reich sehenden Auges in den Untergang geführt hat.
So stand bereits am Anfang von seiner Regentschaft die unfassbar blutige Niederwerfung des aufständischen Wien. Unter Franz Joseph ist die Reichshaupt- und Residenzstadt aber auch zu einer Stätte epochaler kultureller Innovationsleistungen geworden.
Franz Joseph hat seine Kriege verloren, die Vormachtstellung in Deutschland verspielt, Italien preisgegeben und das Kunststück zuwege gebracht, sein Reich vom Westen wie vom Osten gleichermaßen zu isolieren. Dahinter stehen folgenschwere und geschichtemächtige Konzessionen und Kompromisse, die Franz Joseph immer erst dann einging, wenn keine andere Option mehr offen schien.

In unserer neuen Reihe "Es ist ein gutes Land. Republikanische Geschichtsstunde(n)" entwirft Wolfgang Maderthaner mit unterschiedlichen Gesprächspartner*innen eine aktualitätsbezogene Geschichte jenes Raumes, der in unterschiedlichsten Grenzen und in jeweils massiv wechselnden Bedeutungszuschreibungen mit der Signatur "Österreich" versehen worden ist.

Wolfgang Maderthaner
ÖSTERREICH. 99 Dokumente, Briefe und Urkunden
Brandstätter Verlag, 2018
ISBN: 978-3-7106-0193-4, 592 Seiten; 50,- €

 

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