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Donnerstag, 26. September 2019, 19:00 Uhr

ZWISCHENSTATION ÖSTERREICH. EIN HALBES JAHR AUF DER GRENZE

Vladimir Vertlib - Lesung und Gespräch mit Hanno Loewy

Vladimir Vertlib wurde 1966 in Leningrad (heute St. Petersburg) geboren. 1971 emigrierte er mit seiner Familie nach Israel, 1972 übersiedelte die Familie nach Österreich, bald danach nach Italien, zurück nach Österreich, 1975 in die Niederlande, kurze Zeit später abermals nach Israel, 1976 - nach Zwischenstation in Rom - wieder nach Wien, 1980 in die USA und schließlich, 1981, nach kurzer Schubhaft und Abschiebung, endgültig nach Österreich. Seit 1986 ist Vertlib österreichischer Staatsbürger. Er hat in etlichen Medien (u.a. in der PRESSE, der Wiener Zeitung oder der FAZ) publiziert und ist Träger zahlreicher literarischer Preise. Vertlibs Romane, angefangen mit seinem Erstling Abschiebung, aber auch seine Erzählungen und Essays wurden in viele Sprachen übersetzt.

Hanno Loewy, geboren 1961 in Frankfurt/Main, Literatur- und Medienwissenschaftler, Publizist und Direktor des Jüdischen Museums Hohenems, in dem bis März 2019 die Ausstellung Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen zu sehen war.

Als 2015 Österreich seine „Flüchtlingskrise“ zu bewältigen hatte, wurden abertausende von Menschen durch Österreich nach Deutschland durchgewunken – unter zuweilen grotesken, für die Betroffenen freilich oft auch traumatischen Bedingungen. Der Schriftsteller Vladimir Vertlib, selbst einst als Flüchtling über viele Zwischenstationen schließlich in Salzburg gelandet, fand sich inmitten dieser Fluchtbewegung wieder, die Erinnerungen und widersprüchliche Emotionen auslöste. Monatelang versah er seinen Dienst als Freiwilliger im improvisierten „Lager Asfinag“ an der Grenze zwischen Europa und Europa, entlang der Salzach.
In seinem neuesten Roman Viktor hilft erzählt Vladimir Vertlib nicht nur vom Alltag auf der Grenze, sondern von den Streichen, die die eigene Biographie einem spielen kann, und von überraschenden Begegnungen seines Protagonisten mit rechtsradikalen „Verteidigern“ der Identität.

 

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