TUE03. November, 07:00pm

VOM WERT DES MENSCHEN

Lecture 2020: Das verlorene "Wir"
Curator: Isolde Charim
Lecturer: Barbara Prainsack und Veronika Bohrn-Mena

Die TeilnehmerInnenzahl ist auf max. 50 Personen begrenzt. Die schriftliche Anmeldung (Nachname, Vorname, e-mail-Adresse) ist verpflichtend. Nach Erreichen der Obergrenze von 50 Personen ist eine Anmeldung nicht mehr möglich. Ab dem Betreten des Hauses ist ein Mund/Nasenschutz zu tragen.

Wissenschaftsgespräche des Kreisky Forums

VOM WERT DES MENSCHEN
Warum wir ein bedingungsloses Grundeinkommen brauchen

Geld ohne Leistung? Einfach so? Und wer soll das bezahlen? Das sind nur einige Fragen, wenn es um das bedingungslose Grundeinkommen geht – Fragen, die angesichts der Folgen der Corona-Krise aktueller sind denn je. Barbara Prainsack liefert endlich Antworten. Und das abseits von Ideologien, sondern aus der Sicht von Betroffenen: dem Tiroler Gastronomen, der kaum Fachkräfte findet. Dem IT-Unternehmer, der überzeugt ist, dass mit einem Bürgergeld „alle auf der faulen Haut“ lägen. Oder den Eltern einer Jung-Akademikerin, die sich fragen, ob es für ihre Tochter mehr als unbezahlte Praktika gibt.

Prainsack, international renommierte Expertin für Technologiepolitik, erklärt verständlich zentrale Begriffe, deckt falsche Argumente auf und erhellt, wie die Umsetzung in Österreich, Deutschland und Europa gelingen kann. Ein Leitfaden für das Sozialsystem von morgen, bei dem eine Frage im Mittelpunkt steht: Wie viel ist der Mensch in Zeiten der Digitalisierung und tiefgreifender Umbrüche noch wert? Die Antwort betrifft uns alle.

Barbara Prainsack, ist Professorin am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, davor lehrte sie am King’s College London. Sie ist international ausgewiesene Expertin für Gesundheits-, Wissenschafts- und Technologiepolitik und in Beratungsgremien tätig, u.a. berät sie die Europäische Kommission zur Ethik neuer Technologien. Prainsack ist Mitglied der britischen Royal Society of Arts und der Academia Europaea.

Veronika Bohrn-Mena, Arbeitsmarktexpertin, Publizistin & Autorin und beschäftigt sich seit rund zehn Jahren mit prekären Arbeitsverhältnissen, atypischer Beschäftigung, Segmentierungsprozessen und Veränderungen in der Arbeitswelt mitsamt ihren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft.

 

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TUE10. November, 07:00pm

GENERATION HARAM

Lecture Genial Dagegen
Curator: Robert Misik
Lecturer: Melisa Erkurt

Die TeilnehmerInnenzahl ist auf max. 50 Personen begrenzt. Die schriftliche Anmeldung (Nachname, Vorname, e-mail-Adresse) ist verpflichtend. Nach Erreichen der Obergrenze von 50 Personen ist eine Anmeldung nicht mehr möglich. Ab dem Betreten des Hauses ist ein Mund/Nasenschutz zu tragen.

GENERATION HAMANN

„Das Buch von Melisa Erkurt sollte Lektüre werden in der Ausbildung von Pädagog*innen und Lehrkräften. Es zeigt präzise, pragmatisch, konstruktiv die Verfehlungen und Unwegsamkeiten der Bildungssysteme, in denen viele Kinder aus ‚bildungsfremden‘ Familien auf der Strecke bleiben … Eine Wucht!“ Saša Stanišic

Melisa Erkurt ist als Kind mit ihren Eltern aus Bosnien nach Österreich gekommen. Sie hat studiert. Sie arbeitet als Lehrerin und Journalistin. Sie hat es geschafft.
Doch sie ist eine Ausnahme. Denn am Ende eines Schuljahres entlässt sie die Klasse mit dem Wissen, dass die meisten ihrer Schülerinnen und Schüler nie ausreichend gut Deutsch sprechen werden, um ihr vorgezeichnetes Schicksal zu durchbrechen. Hier wächst eine Generation ohne Sprache und Selbstwert heran, der keiner zuhört, weil sie sich nicht artikulieren kann. Über den „Kulturkampf“ im Klassenzimmer befinden einstweilen andere. Melisa Erkurt leiht ihre Stimme den Verlierern des Bildungssystems. Nicht sie müssen sich ändern, sondern das System Schule muss neue Wege gehen.

Moderation:
Robert Misik, Autor und Journalist

Meilsa Erkurt
geboren 1991 in Sarajevo, war Redakteurin beim Magazin biber und zwei Jahre mit dem biber Schulprojekt „Newcomer“ an Wiener Brennpunktschulen unterwegs. Erkurt unterrichtete an einer Wiener AHS und ist seit September 2019 Redakteurin beim Report (Innenpolitik) im ORF. Sie schreibt eine wöchentliche Kolumne im Falter und ihre Kolumne in der taz heißt „Nachsitzen“.

Meilsa Erkurt
Generation Haram. Warum Schule lernen muss, allen eine Stimme zu geben
ISBN: 9783552072107
Zsolay Verlag, Wien, August 2020

WED11. November, 07:00pm

KRIEG AM GOLF

Lecture Arab Changes
Curator: Gudrun Harrer
Lecturer: Guido Steinberg

Die TeilnehmerInnenzahl ist auf max. 50 Personen begrenzt. Die schriftliche Anmeldung (Nachname, Vorname, e-mail-Adresse) ist verpflichtend. Nach Erreichen der Obergrenze von 50 Personen ist eine Anmeldung nicht mehr möglich. Ab dem Betreten des Hauses ist ein Mund/Nasenschutz zu tragen.

KRIEG AM GOLF
Wie der Machtkampf  zwischen Iran und Saudi-Arabien die Weltherrschaft bedroht

Der Nahost-Konflikt hat sich in den letzten Jahren verschoben. Und er hat eine neue Dimension angenommen: Seitdem US-Präsident Donald Trump das Atom-Abkommen mit Iran im Mai 2018 einseitig aufkündigte, wachsen die Spannungen im Nahen Osten und am Persischen Golf. Mit Saudi-Arabien und dem Iran stehen sich dort zwei Länder gegenüber, die erbittert um die Hegemonie im Nahen Osten kämpfen.

Guido Steinberg ist promovierter Islamwissenschaftler und war Terrorismusreferent im Bundeskanzleramt. Seit 2005 forscht er in der Stiftung Wissenschaft und Politik über die Politik des Nahen Ostens, u.a. zu den Schwerpunkten Persischer Golf und islamistischer Terrorismus.

Gudrun Harrer, Leitende Redakteurin, Der Standard; Lektorin für Moderne Geschichte und Politik des Nahen und Mittleren Ostens an der Universität Wien und an der Diplomatischen Akademie Wien

 

Guido Steinbergs Buch „Krieg am Golf: Wie der Machtkampf zwischen Iran und Saudi-Arabien die Weltsicherheit bedroht“ ist im September 2020 im Droemer Verlag erschienen.

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THU12. November, 07:00pm

ZUKÜNFTE DER NACHHALTIGKEIT

Lecture Genial Dagegen
Curator: Robert Misik
Lecturer: Sighard Neckel

Die TeilnehmerInnenzahl ist auf max. 50 Personen begrenzt. Die schriftliche Anmeldung (Nachname, Vorname, e-mail-Adresse) ist verpflichtend. Nach Erreichen der Obergrenze von 50 Personen ist eine Anmeldung nicht mehr möglich. Ab dem Betreten des Hauses ist ein Mund/Nasenschutz zu tragen.

ZUKÜNFTE DER NACHHALTIGKEIT

Die politischen Debatten über Nachhaltigkeit und sozial-ökologischen Wandel arbeiten mit unterschiedlichen Imaginationen und positiven oder negativen Vorstellungswelten: Katastrophenängsten, Endzeitszenarien, Bildern vom gerade noch abwendbaren planetaren Kollaps. Dem werden Normalitätsbeschwörungen, Technikglaube und Fortschrittsoptimismus entgegengesetzt. Doch mobilisieren die Konflikte um Klimawandel und die ökologische Krise auch utopische Bilder eines guten Lebens für alle jenseits von Wachstum und Wettbewerb.

Was aber bedeutet das für eine Gesellschaft, wenn derart konträre Zukunftsvorstellungen konkurrieren? Führt dies zu Polarisierungen und Gesprächsunfähigkeit? Und welche Voraussetzungen hätte eine Verständigung über gemeinsame Ziele in den „Zukünften der Nachhaltigkeit“?

 

 Sighard Neckel (Prof. Dr. phil.), geb. 1956, ist Professor für Gesellschaftsanalyse und sozialen Wandel im Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Hamburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind Wirtschaftssoziologie, soziale Ungleichheit, Kultursoziologie, Emotionsforschung und Gesellschaftstheorie. Seit 2019 leitet er an der Universität Hamburg zusammen mit Frank Adloff die DFG-Kolleg-Forschungsgruppe „Zukünfte der Nachhaltigkeit“.


Buchtipp:

Imaginationen von Nachhaltigkeit
Katastrophe. Krise. Normalisierung
von Benno Fladvad (Hg.), Martina Hasenfratz (Hg.), Albrecht Koschorke, Peter Wagner, Heike Paul, Frank Adloff (Hg.), Sighard Neckel (Hg.).
campus, Frankfurt.New York, 2020, ISBN 9783593512808

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FRI13. November, 02:00pm

GESUNDHEIT UND GERECHTIGKEIT

Lecture Genial Dagegen
Curator: Robert Misik
Lecturer: Peter Hacker

GESUNDHEIT UND GERECHTIGKEIT

Ein Gespräch von Peter Hacker, amtsführender Wiener Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport mit Robert Misik, Autor and Journalist aus Kreiskys Wohnzimmer

Jahrzehntelang war Peter Hacker als städtischer Manager im Bürgerdienst, in der Sozial- und Jugendbetreuung, später als Leiter des Fonds Soziales Wien dafür zuständig, dass die Sozial- und Gesundheitsverwaltung in der Stadt Wien wie am Schnürchen laufen, ohne im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit zu stehen.
Das änderte sich mit Hackers Bestellung zum Sozial- und Gesundheitsstadtrat, und schlagartig noch einmal mit dem Ausbruch der Corona-Krise. Plötzlich wurde sichtbar: Der „Macher“ ist auch ein streitbarer Gesellschaftspolitiker, der weiß, dass es nie allein um das neutrale Funktionieren von Institutionen geht, sondern dass etwa Gesundheitsfragen immer mit Gerechtigkeitsfragen verbunden sind und die Sozialpolitik immer von einem Menschenbild geprägt ist.
In der Gesprächsreihe „Aus Kreiskys Wohnzimmer“ berichtet Peter Hacker aus dem Maschinenraum der Anti-Pandemie-Politik.

Peter Hacker trat 1982 in den Dienst der Stadt Wien ein. 1985 wechselte er als Mitarbeiter in das Team von Bürgermeister Helmut Zilk mit den Tätigkeitsschwerpunkten Bürgeranliegen, Jugend und Soziales.

Von 1992 bis 2003 war er Drogenkoordinator der Stadt Wien, ab 2001 Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien, dem Träger von sozialen Dienstleistungen für Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf, Behinderung, Wohnungslose und Flüchtlinge. Seit dem Jahr 2015 war er als Wiener Flüchtlingskoordinator tätig. Am 24. Mai 2018 folgte Peter Hacker Sandra Frauenberger als Stadtrat für Gesundheit und Soziales, von Andreas Mailath-Pokorny übernahm er die Sportagenden.

MON16. November, 07:00pm

POLITIK MIT DER ANGST

Die TeilnehmerInnenzahl ist auf max. 50 Personen begrenzt. Die schriftliche Anmeldung (Nachname, Vorname, e-mail-Adresse) ist verpflichtend. Nach Erreichen der Obergrenze von 50 Personen ist eine Anmeldung nicht mehr möglich. Ab dem Betreten des Hauses ist ein Mund/Nasenschutz zu tragen.

POLITIK MIT DER ANGST
Die schamlose Normalisierung rechtsextremer und rechtspopulistischer Diskurse

Ruth Wodak hat ihren Bestseller „Politik mit der Angst“ grundlegend neu gefasst und die vielen Entwicklungen rechtspopulistischer Parteien in den letzten fünf Jahre eingearbeitet.
Was an sprachlichem Rowdytum, an Beleidigung und Ausgrenzung von Minderheiten, an Verlogenheit noch vor wenigen Jahren undenkbar war, ist heute in den Mainstream vorgedrungen, ist vielfach „normalisiert“. Hass und Rassismus sind salonfähig geworden.
Für Lügen muss man sich nicht mehr entschuldigen, schlechtes Benehmen wird als ansprechendes, attraktives Mittel zum Protest gegen sogenannte „Eliten“ geschätzt. Dies alles steht im Zusammenhang mit einem „Rechtsruck“ des politischen Spektrums in vielen europäischen Ländern (und auch darüber hinaus). Schrittweise werden pluralistische Demokratien ausgehöhlt.
Im Bruno Kreisky Forum diskutiert Ruth Wodak mit Philipp Blom über ihre Beobachtungen und Erkenntnisse.

 

Ruth Wodak ist Sprachwissenschaftlerin und Emeritus Distinguished Professor for Discourse Studies an der Lancaster University (Großbritannien) und weiterhin affiliiert an der Universität Wien, an die sie 1991 als ordentliche Professorin für Angewandte Sprachwissenschaft berufen wurde. 2020 wurde sie zur Ehrensenatorin der Universität Wien ernannt. Abgesehen von vielen anderen Auszeichnungen, erhielt sie 1996 als erste Frau und Sozialwissenschaftlerin den Wittgenstein Preis. Sie besitzt Ehrendoktorate der Universität Örebro (Schweden, 2010) und Warwick (GB, 2020). Sie ist Mitglied der Academia Europaea und der British Academy of Social Sciences. Ruth Wodak hat sich u.a. intensiv mit Identitäts- und Vergangenheitspolitik, Populismus und politischer Kommunikation wie auch Vorurteilsforschung auseinandergesetzt.

Philipp Blom studierte Philosophie, Geschichte und Judaistik in Wien und Oxford. Er lebt als Schriftsteller und Historiker in Wien

 

Ruth Wodak: Politik mit der Angst. Die schamlose Normalisierung rechtspopulistischer und rechtsextremer Diskurse
Völlig neu bearbeitete Ausgabe, Edition Konturen, 336 Seiten, ISBN 978-3-902968-56-2

 

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MON16. November, 07:00pm

POLITIK MIT DER ANGST

Die TeilnehmerInnenzahl ist auf max. 50 Personen begrenzt. Die schriftliche Anmeldung (Nachname, Vorname, e-mail-Adresse) ist verpflichtend. Nach Erreichen der Obergrenze von 50 Personen ist eine Anmeldung nicht mehr möglich. Ab dem Betreten des Hauses ist ein Mund/Nasenschutz zu tragen.

POLITIK MIT DER ANGST
Die schamlose Normalisierung rechtsextremer und rechtspopulistischer Diskurse

Philipp Blom im Gespräch mit Ruth Wodak

Ruth Wodak hat ihren Bestseller „Politik mit der Angst“ grundlegend neu gefasst und die vielen Entwicklungen rechtspopulistischer Parteien in den letzten fünf Jahre eingearbeitet.

Was an sprachlichem Rowdytum, an Beleidigung und Ausgrenzung von Minderheiten, an Verlogenheit noch vor wenigen Jahren undenkbar war, ist heute in den Mainstream vorgedrungen, ist vielfach „normalisiert“. Hass und Rassismus sind salonfähig geworden.

Für Lügen muss man sich nicht mehr entschuldigen, schlechtes Benehmen wird als ansprechendes, attraktives Mittel zum Protest gegen sogenannte „Eliten“ geschätzt. Dies alles steht im Zusammenhang mit einem „Rechtsruck“ des politischen Spektrums in vielen europäischen Ländern (und auch darüber hinaus). Schrittweise werden pluralistische Demokratien ausgehöhlt.

Im Bruno Kreisky Forum diskutiert Ruth Wodak mit Philipp Blom über ihre Beobachtungen und Erkenntnisse.

Ruth Wodak ist Sprachwissenschaftlerin und Emeritus Distinguished Professor for Discourse Studies an der Lancaster University (Großbritannien) und weiterhin affiliiert an der Universität Wien, an die sie 1991 als ordentliche Professorin für Angewandte Sprachwissenschaft berufen wurde. 2020 wurde sie zur Ehrensenatorin der Universität Wien ernannt. Abgesehen von vielen anderen Auszeichnungen, erhielt sie 1996 als erste Frau und Sozialwissenschaftlerin den Wittgenstein Preis. Sie besitzt Ehrendoktorate der Universität Örebro (Schweden, 2010) und Warwick (GB, 2020). Sie ist Mitglied der Academia Europaea und der British Academy of Social Sciences. Ruth Wodak hat sich u.a. intensiv mit Identitäts- und Vergangenheitspolitik, Populismus und politischer Kommunikation wie auch Vorurteilsforschung auseinandergesetzt.

Philipp Blom studierte Philosophie, Geschichte und Judaistik in Wien und Oxford. Er lebt als Schriftsteller und Historiker in Wien.

 

Ruth Wodak:
Politik mit der Angst. Die schamlose Normalisierung rechtspopulistischer und rechtsextremer Diskurse
Völlig neu bearbeitete Ausgabe, Edition Konturen, 336 Seiten, ISBN 978-3-902968-56-2

 

 

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TUE17. November, 07:00pm

GIBT ES EINE EUROPÄISCHE MORAL?

Lecture Philoxenia
Curator: Tessa Szyszkowitz
Lecturer: Jean Asselborn und Heinz Fischer

Die TeilnehmerInnenzahl ist auf max. 50 Personen begrenzt. Die schriftliche Anmeldung (Nachname, Vorname, e-mail-Adresse) ist verpflichtend. Nach Erreichen der Obergrenze von 50 Personen ist eine Anmeldung nicht mehr möglich. Ab dem Betreten des Hauses ist ein Mund/Nasenschutz zu tragen.

GIBT ES EINE EUROPÄISCHE MORAL?
Wie die EU bei Coronakrise und Immigration Solidarität zeigen kann

Tessa Szyszkowitz im Gespräch mit Jean Asselborn und Heinz Fischer

Im Sommer 2020 hat die EU ein Corona-Konjunkturprogramm beschlossen, mit dem allen Mitgliedstaaten, vor allem den am schwersten betroffenen, geholfen werden kann. Im Herbst 2020 folgte ein Migrations- und Asylpaket, das Elemente eines europäischen Migrationspakets darstellt. Ist dies zu wenig und zu spät? Oder kommen damit die Konturen einer europäischen Moral zum Vorschein, deren Grundsteine Solidarität and Inklusivität, aber auch Interessensausgleich und Kompromissfähigkeit darstellen?

Jean Asselborn ist Minister für auswärtige und europäische Angelegenheiten und Minister für Immigration von Luxemburg. Er ist seit 2004 Mitglied der Luxemburger Regierung und derzeit dienstältester Außen- und Europaminister in der Europäischen Union. Von 2004 bis 2013 war er Vize-Premierminister von Luxemburg. Im Czernin-Verlag ist im Sommer 2020 das von der Journalistin Margaretha Kopeinig verfasste Buch Merde alors! Jean Asselborn – eine politische Biografie (ISBN: 978-3-7076-0711-6) erschienen.

Heinz Fischer war 12 Jahre lang österreichischer Bundespräsident (2004-2016). Zuvor hatte er verschiedene politische Ämter inne: So war er Abgeordneter der SPÖ im Nationalrat, Wissenschaftsminister und Präsident des Österreichischen Nationalrates (1990-2002). Seit 2018 ist er Co-Vorsitzender des Ban Ki-Moon Centre for Global Citizens.

Tessa Szyszkowitz, Autorin (Echte Engländer. Britannien nach dem Brexit, Picus Verlag, 2018) und London-Korrespondentin für profil, Falter und Cicero ist auch Senior Associate Fellow am Royal United Services Institute in London.

 

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WED18. November, 08:00pm

THE DEFICIT MYTH

Lecture Genial Dagegen
Curator: Robert Misik
Lecturer: Stephanie Kelton, Robert Misik

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THE DEFICIT MYTH
Why states can – and must – afford substantial economic stimulus programs

Stephanie Kelton, economist in conversation with Robert Misik, author and journalist

The global economy is in a serious crisis, with governments launching programs to rescue companies and stabilize the economy. Budget deficits are reaching astronomical amounts. Are government bankruptcies or hyperinflation looming on the horizon?
Stephanie Kelton takes a refreshing, systematic –and eye-opening – perspective at government spending. The question, she argues, is not what a state may afford, as unlike private households it can afford anything. The question is what a state is supposed to deliver. The wealth of a society is measured in terms of prosperity, job security, the production of goods, and inclusive social welfare of all citizens. Economies cannot „save themselves rich“, they can only „invest richly“. Therefore, a sole focus on the budgetary deficits is misplaced. Globally, we observe a new macroeconomic paradigm emerging; one, which considers „budgetary discipline“ as secondary to impact. The „Modern Monetary Theory“, of which Stephanie Kelton is the most prominent representative, constitutes a radical manifestation of this new consensus with a strong potential to shake up the political agenda. Having worked for Bernie Sanders in the US Senate and in her present function as one of Joe Biden’s economic advisors Kelton is well positioned to influence decision makers. Stephanie Kelton´s book „The Deficit Myth“ has been on the New York Times bestseller list for months.

Sephanie Kelton is an US-American economist. One of the leading representatives of Modern Monetary Theory, she is also a supporter of the idea of job guarantees. During the primaries for the US presidential election in 2016, she was one of the advisors and supporters of Bernie Sanders‘ campaign. Before that, she was already his chief economist on the Senate Budget Committee. Kelton is a professor at the State University of New York at Stony Brook.


Stephanie Kelton:
The Deficit Myth: Modern Monetary Theory and How to Build a Better Economy
Publisher: John Murray; Number of Pages: 336; 23,30 €

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MON23. November, 07:00pm

WELCHE GRENZEN BRAUCHEN WIR?

Lecture Borders
Curator: Hanno Loewy
Lecturer: Gerald Knaus

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WELCHE GRENZEN BRAUCHEN WIR?
Zwischen Empathie und Angst – Flucht, Migration und die Zukunft von Asyl

Hanno Loewy im Gespräch mit Gerald Knaus

„Widerlegt sowohl ‚linke‘ wie ‚rechte‘ Klischees der Migrationsdebatte.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Ob dieses Buch etwas bewirkt? Es ist viel gewonnen, wenn es alle lesen,
die in der Migrationsdebatte mitreden und -denken möchten.“
Süddeutsche Zeitung

Kein anderes Thema hat die europäische Politik in den letzten Jahren so beeinflusst wie die Debatte um Geflüchtete, Asyl und Migration. Dabei wird die Diskussion dominiert von Schlagworten, falschen Tatsachenbehauptungen und Scheinlösungen. Gerald Knaus erklärt in seinem im Oktober 2020 im Piper-Verlag erschienenen Buch »Welche Grenzen brauchen wir?«, worum es tatsächlich geht, und zeigt, dass humane Grenzen möglich sind. Der Migrationsexperte, dessen Analysen Regierungen in ganz Europa beeinflusst haben, erläutert, welche Grundsatzprobleme wir dafür lösen müssten und wie aus abstrakten Prinzipien mehrheitsfähige umsetzbare Politik werden kann. Er erklärt außerdem, warum das vielen Gesellschaften schwerfällt und selbst viele Bürger mit widersprüchlichen Emotionen ringen – hier Empathie, da Angst vor Kontrollverlust – und wie eine Politik, die Fakten und Emotionen ernst nimmt, möglich wird.

Gerald Knaus, Soziologe und Migrationsforscher, ist Gründungsdirektor der Denkfabrik European Stability Initiative (ESI). Er berät Regierungen und Institutionen in Europa bei den Themen Flucht, Migration und Menschenrechte. Gerald Knaus studierte Philosophie, Politik und Internationale Beziehungen in Oxford, Brüssel und Bologna, ist Gründungsmitglied des European Council on Foreign Relations und war für fünf Jahre Associate Fellow am Carr Center for Human Rights Policy der Harvard Kennedy School – John F. Kennedy School of Governance in den USA. Gerald Knaus lebt in Berlin.

Hanno Loewy, Literatur- und Medienwissenschaftler, Publizist und Direktor des Jüdischen Museums Hohenems.

 

Gerald Knaus: Welche Grenzen brauchen wir?
Zwischen Empathie und Angst – Flucht, Migration und die Zukunft von Asyl
Erschienen am 12.10.2020 im Piper-Verlag, 336 Seiten, EAN 978-3-492-05988-6

 

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TUE24. November, 07:00pm

HOFRÄTE, EINFLÜSTERER, SPINDOKTOREN

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HOFRÄTE, EINFLÜSTERER, SPINDOKTOREN
300 Jahre graue Eminenzen am Ballhausplatz

Eine republikanische Geschichtsstunde

 

Manfred Matzka, ehemaliger Sektionschef im Bundeskanzleramt
im Gespräch mit
Wolfgang Maderthaner
, Historiker, Verein Geschichte der Arbeiterbewegung

 

Ob Kaiser oder Kanzler: Sie alle hörten auf ihre Einflüsterer, die mit ihrem Rat die Geschicke des Staates beeinflussten. Mancher Hofrat entschied über Krieg oder Frieden. Einige Schattenfürsten übertrafen ihre Herrscher an Macht. Andere versetzten der Demokratie den Todesstoß. Und dann gab es jene, die Ämter anhäuften – und verarmt starben.

Manfred Matzka, Kenner des politischen Betriebs in Hofburg und Kanzleramt, holt die grauen Eminenzen vor den Vorhang. Von den Beratern Maria Theresias bis zum Expertenkabinett von Kanzlerin Bierlein erhellt Matzka in ebenso tiefgehenden wie kurzweiligen Porträts ihre Strategien und analysiert den Einfluss moderner Berater: der anonymen Spin-Doktoren und Consulter.
Eine kenntnisreiche Geschichte der Hintergründe der Staatsmacht, erzählt mit der 40-jährigen Erfahrung eines Spitzenbeamten, der die Mechanismen der Macht präzise zu verstehen und zu nutzen gelernt hat.

 

Manfred Matzka
langjähriger Präsidialchef des Bundeskanzleramtes und zuletzt Berater der Bundeskanzlerin, ist Kulturmanager und Kunstliebhaber. Er hat zahlreiche juristische Publikationen verfasst sowie Monografien zum Datenschutz und zur Nationalratswahl publiziert.

 

Manfred Matzka: Hofräte, Einflüsterer, Spin-Doktoren. 300 Jahre graue Eminenzen am Ballhausplatz
Ein Blick hinter die geheimnisvollen Tapetentüren am Ballhausplatz
Brandstätter, Wien September 2020; ISBN978-3-7106-0466-9; 28,- €

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THU26. November, 07:00pm

EUROPEAN GAS SECURITY: BETWEEN SANCTIONS AND COOPERATION

Lecture Hegemonies and Alliances
Curator: Walter Posch
Lecturer: Bijan Khajehpour, Ellen Laipson, Nathalie Tocci, Daniel Gerlach

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EUROPEAN GAS SECURITY
BETWEEN SANCTIONS AND COOPERATION

The EU has important energy providers under sanctions whilst at the same time cooperating with them or showing a serious interest in future cooperation. As this topic is scarcely touched upon, we would like to bring in international views in an open debate.

Contributors:

Bijan Khajehpour, Managing Partner, Eurasian Nexus Partners, Harvard Kennedy School Belfer Center for Science and International Affairs
Ellen Laipson, Distinguished Fellow and President Emeritius, Stimson Center
Nathalie Tocci, Director of the Istituto Affari Internazionali and Special Advisor to EU High Representative and Vice President of the Commission Josep Borrell
Daniel Gerlach, Editor – in Chief, Zenith magazine

Moderator: Walter Posch, Senior Fellow Institute for Peace Support and Conflict Management (IFK)

In Cooperation with the Directorate for Security Policy, Federal Ministry of Defense, Zenith Magazine, the Institute for Global Studies, Rome-Brussels and the Al Sharq Forum, Istanbul

 

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FRI27. November, 07:00pm

SICHERHEIT UND CHANCEN

Lecture Genial Dagegen
Curator: Robert Misik
Lecturer: Hubertus Heil

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SICHERHEIT UND CHANCEN
Wert und Wandel der Arbeit

Hubertus Heil, Deutscher Bundesminister für Arbeit und Soziales

Moderation: Robert Misik, Autor und Journalist

Mit der Pandemie und der Wirtschaftskrise bricht noch mehr Unsicherheit in die Leben vieler Menschen ein. Zugleich werden Prekaritäten durch die Pandemie noch sichtbarer: etwa in den Fleischindustrie, die Zustände in den Arbeiterwohnanlagen, die Lage der Paketzusteller*innen, der Pfleger*innen. Aber die Unsicherheiten und Abstiegsängste ziehen längst auch weitere Kreise: Strukturwandel bedroht auch scheinbar sichere Arbeitsplätze, lässt aber zugleich neue entstehen. So wird das „Bedürfnis nach Sicherheit“ wieder zentral. Arbeit ist auch mehr als nur ein Job, der sicheres Einkommen garantiert: Sie gibt uns eine Identität, webt Menschen in soziale Netzwerke ein, ist Quelle von Status und Selbstrespekt – und nicht zuletzt Quelle von Wohlstand und Fortschritt. Hubertus Heil, der Bundesminister für Arbeit und Soziales der Bundesrepublik Deutschland, skizziert den „Wert und den Wandel der Arbeit“ und die Aufgaben zeitgenössischer Sozialpolitik.

 

Hubertus Heil, 49, ist seit 2018 deutscher Bundesminister für Arbeit und Soziales. Der SPD-Politiker ist seit 1998 Abgeordneter zum Bundestag und war unter anderem auch Generalsekretär der deutschen Sozialdemokratie. Heil bekleidet seit 2019 zudem das Amt des stellvertretenden Parteivorsitzenden der SPD.

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