DO02. September, 18:00UHR

BIDENOMICS

Reihe: Genial Dagegen
KuratorIn: Robert Misik
Vortragende: Jeffrey Sachs

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JEFFREY SACHS in conversation with Robert Misik
BIDENOMICS

One hundred days into the tenure of the Presidential office, US President Joe Biden has tabled a set of ambitious and progressive policies. In concretu, the Biden Administration has put forward a $ 1.9 trillion economic stimulus program to fight the post-pandemic crisis and is promising higher minimum wages and family support. It has assigend more than $ 4 trillion to modernise the country´s ailing infrastructure, has set out to promote re-industrialization, and has made a call to push climate change research and climate action. Biden´s determination for change has led some commentators to draw comparisons with the New Deal under the legendary presidency of Franklin D. Roosevelt.
Having these programs approved in a divided Senate will certainly not be an easy ride for President Biden. However, the paradigm shift in the political and economic debate is already undeniably evident; To he extent that one might argue that the political argumentation put forward by some economists in America appears more “left” than the current economic debate in Europe. In his “State of the Union” speech, Joe Biden articulated his vision of a society that should be stabilized “from below and from the center”. It appears the Biden Adminstration is ready to take on the ideological battle that is now required turn this vision into a reality.
In this talk, Jeffrey Sachs, one of the world´s leading economists, will analyze “Bidenomics”, the extent to which America will see a course of action under President Biden and provide his assessment whether the new president has a chance to realize his radical program.

The event will be held in English.

Jeffrey Sachs is a world-renowned American economist, academic, public policy analyst. He serves as the Director of the Center for Sustainable Development at Columbia University, where he holds the title of University Professor. Jeffrey Sachs is one of the world’s most prominent voices on economic development and the fight against global poverty and President of the UN Sustainable Development Solutions Network. Sachs has authored and edited numerous books, including three New York Times bestsellers: The End of Poverty (2005), Common Wealth: Economics for a Crowded Planet (2008), and The Price of Civilization (2011), and most recently, The Ages of Globalization: Geography, Technology, and Institutions (2020). He was twice named among Time magazine’s 100 most influential world leaders and has received 35 honorary degrees.

Robert Misik, Author and Journalist

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung stimmen Sie der Veröffentlichung von Fotos und Filmaufnahmen, die im Rahmen der Veranstaltung entstehen, zu.

DI07. September, 19:00UHR

FÜR LIEBE BIN ICH NICHT ZUSTÄNDIG

Reihe: Genial Dagegen
KuratorIn: Robert Misik
Vortragende: Helene Klaar

YouTube Premiere „Aus Kreiskys Wohnzimmer“

Robert Misik im Gespräch mit Helene Klaar
FÜR LIEBE BIN ICH NICHT ZUSTÄNDIG

„Von Beruf bin ich Rechtsanwalt, Feministin sein ist mein Hobby, aber es deckt sich natürlich zu einem gewissen Bereich.“

Helene Klaar, die Tochter eines Anwaltes, der 1947 aus der Emigration nach Wien zurückgekehrt war, schloss ihr Studium der Rechtswissenschaften 1972 mit der Promotion ab und übernahm 1976 die Kanzlei ihres pensionierten Vaters.

Zu den Scheidungsangelegenheiten kam sie eher per Zufall: „Wer wollte sich schon in den 1970ern von einer jungen Frau in Rechtssachen beraten lassen?“ Also nahm sie die Klient*innen, die sie kriegen konnte: arme Frauen. Seit über 40 Jahren vertritt sie – insbesondere, aber nicht ausschließlich Frauen – in Scheidungsverfahren. 1982 wurde sie von Frauenministerin Johanna Dohnal mit dem Verfassen eines Scheidungsratgebers für Frauen zum damals neuen Familienrecht beauftragt, der sich ab Erscheinen großer Beliebtheit erfreute und seither in mehreren aktualisierten Auflagen erschien.

Sie ist dafür bekannt, ihren Mandant*innen von der Scheidung abzuraten, wenn ihre Lage nicht unerträglich ist. „Für Männer ist die Scheidung ein finanzielles Problem. Für Frauen ein existenzielles“, ist sie überzeugt. „Besser eine Ehe ohne Liebe als eine Scheidung ohne Geld“, lautet einer ihrer Leitsprüche.
2004 erhielt Helene Klaar den Wiener Frauenpreis für ihre „besonderen Verdienste um Frauen im Scheidungsfall“ und 2019 den Frauen-Lebenswerk-Preis. 2020 wurde sie mit dem Silbernen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien für ihr Engagement beim Verein Wiener Frauenhäuser ausgezeichnet, wo sie seit vielen Jahren im Vorstand aktiv war.

Moderation: Robert Misik, Autor und Journalist

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MO13. September, 19:00UHR

DAS PRIVATE IST POLITISCH

YouTube Premiere AUS KREISKYS WOHNZIMMER

Helmut Konrad im Gespräch mit Wolfgang Maderthaner
DAS PRIVATE IST POLITISCH
Eine republikanische Geschichtsstunde über Marianne und Oscar Pollak

Selten haben zwei Menschen eine Bewegung, ein Land, eine Zeit so sehr geprägt wie die Journalistin Marianne und der Journalist Oscar Pollak. Selten finden sich auch Lebensläufe, in denen das Private so sehr vom Politischen – von politischen Überzeugungen und deren Vermittlung – durchsetzt war. Die beiden prägten den österreichischen Journalismus der Zwischen- und Nachkriegszeit, Marianne Pollak als eine der ersten sozialistischen Nationalratsabgeordneten, die sich nicht nur für die Frauenrechte, sondern auch für das Recht auf Abtreibung engagieren, und als Chefredakteurin der Frau, Oscar Pollak als langjähriger Chefredakteur des Zentralorgans der SPÖ, der Arbeiter-Zeitung.  Helmut Konrads Doppelbiografie zeichnet nicht nur das Leben und Wirken der beiden nach, sondern wirft auch einen Blick auf den Umgang der Sozialistischen Partei mit Emigrantinnen und Emigranten.

Eine umfassende politische Doppelbiografie zweier wegweisender österreichischer Persönlichkeiten und damit ein Kapitel der Geschichte der frühen Jahre der Zweiten Republik.

Moderation: Wolfgang Maderthaner, Historiker, Verein Geschichte der Arbeiterbewegung

Helmut Konrad, 1948 geboren, war 1993 bis 1997 Rektor der Karl-Franzens-Universität Graz und Leiter des dortigen Instituts für Geschichte. Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung, zur politischen Geschichte der Ersten Republik und zur Alltagsgeschichte. Zahlreiche Veröffentlichungen. Im Picus Verlag erschien 2019 in der Reihe Wiener Vorlesungen als Band 193 gemeinsam mit Gabriella Hauch »Hundert Jahre Rotes Wien«. Die Doppelbiografie »Das Private ist politisch. Marianne und Oscar Pollak« erscheint im Herbst 2021.

In Kooperation mit dem PICUS Verlag

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