TERROR IN WIEN: Was läuft schief?

Paris, Nizza, Dresden - und nun Wien. Seit September sind wir mit einer neuen Welle von islamistischen Attentaten in Europa konfrontiert. Die österreichische Hauptstadt blieb lange verschont, obwohl die Geheimdienste von einer starken jihadistischen Szene wussten, in der sich auch die geografische Nähe des Balkans widerspiegelt. Aber der 20-jährige Attentäter von Wien wurde, auch wenn seine Familie aus Nordmazedonien stammt, in Österreich geboren und sozialisiert und war nach seinem Versuch, sich dem "Islamischen Staat" anzuschließen, in Haft und in Deradikalisierungsprogramme eingebunden. Was lief in diesem Fall schief, was funktioniert generell nicht in der Terrorismusbekämpfung? War es ein Fehler anzunehmen, dass der IS erledigt ist und seine Mobilisierungskraft verloren hat?
Guido Steinberg ist promovierter Islamwissenschaftler und war Terrorismusreferent im Bundeskanzleramt. Seit 2005 forscht er in der Stiftung Wissenschaft und Politik über die Politik des Nahen Ostens, u.a. zu den Schwerpunkten Persischer Golf und islamistischer Terrorismus.
Gudrun Harrer, Leitende Redakteurin, Der Standard; Lektorin für Moderne Geschichte und Politik des Nahen und Mittleren Ostens an der Universität Wien und an der Diplomatischen Akademie Wien
Aus aktuellem Anlass ändern wir das geplante Programm mit Guido Steinberg.
Sein Buch
„Krieg am Golf: Wie der Machtkampf zwischen Iran und Saudi-Arabien die Weltsicherheit bedroht“
werden wir im Neuen Jahr, sobald es möglich ist, mit ihm gemeinsam vorstellen.