ÖSTERREICH, BRUNO KREISKY UND DIE VEREINTEN NATIONEN

Bruno Kreisky war von war von Juli 1959 bis April 1966 österreichischer Außenminister und spielte eine zentrale Rolle bei der Etablierung Österreichs in den Vereinten Nationen (UNO).
Bereits kurz nach seinem Amtsantritt sprach Kreisky am 25. September 1959 vor der 14. UN-Generalversammlung. Er nutzte die UNO als Bühne, um die Neutralität Österreichs zu stärken und das Land als aktiven Vermittler zwischen Ost und West zu positionieren. Während seiner späteren Zeit als Bundeskanzler (1970-1983) förderte er den Ausbau Wiens zum dritten UN-Standort.
Das Bild oben zeigt Außenminister Bruno Kreisky bei einem Treffen mit dem dritten UN Generalsekretär U Thant am 3. September 1962 (Quelle: Votava / SPÖ Presse und Kommunikation).
Am 11. Mai war der Enkel U Thants, der Autor und Historiker Thant Myint-U, zu Gast im Bruno Kreisky Forum. Die Verbindung zwischen den beiden ist nicht nur familiär, sondern auch intellektuell: Thant Myint-U beleuchtet in seinen Arbeiten häufig die Arbeit seines Großvaters und den historischen Kontext der 1960er Jahre, wie in seinem Werk Peacemaker: U Thant and the Forgotten Quest for a Just World (2025).
Darüber sprachen Thant Myint-U am 11. Mai mit Ulrike Lunacek, die derzeit als Sonderbeauftragte für die Kandidatur Österreichs für einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat fungiert.