21.Verleihung der Bruno Kreisky Preise für Verdienste um die Menschenrechte

BEGRÜSSUNG:
Bürgermeister Dr. Michael Ludwig
Gouverneur a.D. Univ. Prof. Dr. Ewald Nowotny, Vorsitzender des Kuratoriums der BrunoKreisky Stiftung für Verdienste um die Menschenrechte
FESTVORTRAG:
Angriffe auf unabhängige Justiz, Wissenschaft und Medien
Univ.-Prof.in Dr.in Frauke Brosius-Gersdorf, Rechtswissenschaftlerin, Universität Potsdam
PREISVERLEIHUNGEN:
Verleihung des Bruno Kreisky Preises an:
Youth Initiative for Human Rights - Kosovo
Laudatio: Marijana Grandits, Menschenrechtsexpertin
Verleihung des Bruno Kreisky Preises an:
Mag. Martin Schenk
Laudatio: Dr. Harald Katzmair, Soziologe und Philosoph
Verleihung des Bruno Kreisky Preises an:
Dr. Volker Türk, UN-Hochkommissar für Menschenrechte - Auszeichnung in Abwesenheit
MODERATION, DANK UND SCHLUSSWORTE:
Univ. Prof. i.R. DDr. Oliver Rathkolb, Vorstandsmitglied, Bruno Kreisky Stiftung für Verdienste um die Menschenrechte
Anschließender Empfang
Der Zutritt zur Veranstaltung erfolgt aus Sicherheitsgründen ausschließlich nach persönlicher Anmeldung per E-Mail unter office@kreisky-menschenrechte.org mit folgenden Daten: Vorname, Nachname, Adresse, Mobiltelefonnummer bis spätestens 15.10.2026 sowie unter Vorzeigen eines amtlichen Ausweises (Reisepass, Personalausweis, Führerschein) zu Identifikationszwecken.
Einlass ist nur bis 18:15 möglich.
PREISTRÄGER:INNEN 2026
Youth Initiative for Human Rights - Kosovo
Die Youth Initiative for Human Rights (YIHR) wurde 2003 als NGO gegründet und hat sich zu einem regionalen Netzwerk entwickelt, das Kosovo, Serbien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina sowie Kroatien umfasst. Die YIHR Kosovo (YIHR KS) besteht seit 2004 und arbeitet seit zwei Jahrzehnten daran, Menschenrechte und demokratische Werte im Kosovo und in der Region zu schützen und zu fördern. Im Laufe der Jahre hat die YIHR KS erfolgreich Tausende junger Menschen engagiert, dauerhafte grenzüberschreitende Partnerschaften etabliert und nationale sowie internationale Anerkennung für ihre Beiträge zu Menschenrechten und Friedensförderung erhalten. Ihre Schwerpunkte sind der Umgang mit der Vergangenheit, der Schutz der Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit sowie die Stärkung junger Menschen auf lokaler und regionaler Ebene. Die Mission der YIHR KS ist es, junge Menschen zu inspirieren, Menschenrechtsverletzungen zu dokumentieren, präventive Maßnahmen zu ergreifen, deren Inklusion zu fördern und Partnerschaften aufzubauen, um Stimmen zu stärken und Frieden zu fördern. Die Geschäftsführerin ist Marigona Shabiu, die über umfangreiche Erfahrung in der Zivilgesellschaft und relevante akademische Qualifikationen verfügt.
Mag. Martin Schenk
Martin Schenk ist Sozialpsychologe, langjährig bei der Diakonie tätig und arbeitete zuvor in der Jugendarbeit sowie mit Menschen mit Behinderungen, Wohnungslosen und schwer Traumatisierten. Als Sozialexperte engagiert er sich seit Jahrzehnten für Gemeinwohl, Gerechtigkeit und ein gutes gesellschaftliches Miteinander und hat Mitte der 1990er die Armutskonferenz mitbegründet, in dessen Koordinationsteam er bis heute mitarbeitet. Er ist Netzwerker und Initiator u.a. von „Hunger auf Kunst und Kultur“, „Hemayat“, dem „Journalismuspreis für unten“, dem „Sozialrechtsnetz“ und dem Projekt „Mitgehen“. Mit wissenschaftlicher Evidenz und Erfahrungen Betroffener bekämpft er Mythen und Stigmatisierungen und organisiert dafür Öffentlichkeit und Lösungen. Er schreibt regelmäßig in der Straßenzeitung Augustin und unterrichtet an der Hochschule Soziale Arbeit Wien. Sein Buch „Brot und Rosen“ betont materielle und immaterielle Lebensgrundlagen. Zudem war er Mitinitiator relevanter Studien und ist seit 2000 Mitglied im Menschenrechtsbeirat.
Hochkommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte Dr. Volker Türk
Dr. Türk trat sein Amt als achter Hochkommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte im Oktober 2022 in Genf an.Zuvor war Dr. Türk Untergeneralsekretär für Grundsatzpolitik (2021-2022) und Beigeordneter Generalsekretär für strategische Koordination im Exekutivbüro des Generalsekretärs der Vereinten Nationen in New York (2019-2021). In dieser Funktion koordinierte er systemweite strategische Maßnahmen und Grundsatzfragen, inklusive den Bericht des Generalsekretärs „Our Common Agenda“ - eine Vision zur Stärkung des Multilateralismus, die als Grundlage für den Zukunftsgipfel und den Zukunftspakt diente. Als Beigeordneter Flüchtlingshochkommissar für Schutzfragen im UNHCR in Genf (2015-2019) spielte Dr. Türk unter anderem eine zentrale Rolle bei der Entwicklung des Globalen Paktes für Flüchtlinge. Davor war Dr. Türk in wichtigen Positionen für das UNHCR in Genf sowie in verschiedenen Ländern wie Malaysia, Kosovo, Bosnien und Herzegowina, der Demokratischen Republik Kongo und Kuwait tätig.Dr. Türk promovierte an der Universität Wien im Völkerrecht und hat zahlreiche akademische Arbeiten zum internationalen Flüchtlingsrecht und zu internationalen Menschenrechtsfragen veröffentlicht.

