VERANSTALTUNG

BABYELEFANT UND HAUSVERSTAND

Cathrin Kahlweit im Gespräch mit Ruth Wodak, Markus Rheindorf, Barbara Prainsack
ORT:
Bruno Kreisky Forum
Sprache:
Deutsch

Eine Analyse der Inszenierung und Gestaltung von Krisen in Österreich im Vergleich mit anderen europäischen Staaten (insbesondere Deutschland, Großbritannien, Italien, Spanien) auf der Basis von breit angelegten qualitativen und quantitativen Studien. In der Corona-Krise zeigt sich, wie Akteure aus Ministerien, Ämtern und der Wissenschaft versuchen, die Krise aus eigener Sicht zu steuern, wobei ein Gesamtbild von geradezu erstaunlicher Inkompetenz entsteht.
Rechtsaußenparteien wie die FPÖ in Österreich konnten das kommunikative Versagen der Politik geschickt ausnützen. Im Zuge der Anti-Impf-Kampagne wurden faschistische Themen Teil des »normalen« Diskurses, vom angeblich »gesunden Volkskörper« bis zum offenen Antisemitismus. Die Debatte zur Impfpflicht erklärt auch, warum die FPÖ nach Abschaffung des Gesetzes im Sommer 2022 als Gewinner aus der Krise hervorging und seither bei Wahlen ebenso wie bei Meinungsumfragen an erster Stelle liegt.
Demokratische Politiker könnten aus ihren Fehlern lernen. Dieses Buch stünde ihnen dabei zur Seite.

Ruth Wodak, Linguistin, Sprachsoziologin und Diskursforscherin, ist Emerita Distinguished Professor of Discourse Studies, Lancaster University und o. Univ. Prof. i. R. an der Universität Wien. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1996 Wittgenstein-Preis für Exzellenzforschung. Ehrendoktorate von der Universität Örebro 2010 und der Warwick University 2020. Zahlreiche Gastprofessuren im Ausland. Schwerpunkte sind u. a. Diskursforschung, Identitäts- und Vergangenheitspolitik, Medienkommunikation und Populismusforschung sowie Vorurteilsforschung.

Markus Rheindorf ist Privatdozent für Angewandte Sprachwissenschaft an der Universität Wien. Zahlreiche Forschungsaufenthalte und Fellowships, u. a. an der Amsterdam School for Cultural Analysis, dem Internationalen Forschungszentrum für Kulturwissenschaften und dem Institut für die Wissenschaften vom Menschen in Wien. Seine Forschung konzentriert sich auf die politische Dimension von öffentlichen Diskursen, insbesondere auf die argumentativen und narrativen Aspekte von politischen Positionen zu Themen wie Identität, Migration und Krisen.

Barbara Prainsack, Professorin für vergleichende Politikanalyse an der Universität Wien, Leiterin der Forschungsgruppe Contemporary Solidarity Studies und Co-Direktorin des Vienna Centre for Advanced Studies (ViCAS)

Cathrin Kahlweit, langjährige SZ-Korrespondentin, Publizistin und Moderatorin

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