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Donnerstag
08. Januar 2026
BRUNO KREISKY UND DIE FRIEDENSTAUBE

Eine Friedenstaube, gekennzeichnet durch einen Ölzweig im Schnabel, wird vor der Kulisse des Salzburger Doms vom ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat und dem US-Präsidenten Präsident Gerald Ford angefüttert. Der österreichische Bundeskanzler Bruno Kreisky steht mit im Rücken verschränkten Armen wohlwollend im Hintergrund.
Die Karikatur illustriert ein informelles Treffen, das im Juni 1975 in Salzburg stattfand und international für Schlagzeilen sorgte. Nach dem Jom-Kippur-Krieg 1973 war die politische Lage im Nahen Osten angespannt. Ägypten und Israel standen sich feindlich gegenüber, und die USA suchten nach Wegen, um Stabilität in der Region zu fördern. Gerald Ford wollte die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und den arabischen Ländern verbessern, während Sadat nach Unterstützung für einen Friedensprozess suchte. Die Gespräche konzentrierten sich auf die Notwendigkeit, die politischen Spannungen abzubauen.
Obwohl das Treffen keine sofortigen Lösungen brachte, legte es den Grundstein für zukünftige Friedensgespräche und verdeutlichte auch die Rolle Österreichs als neutralen Vermittler im internationalen Dialog.
Bei einer Festveranstaltung zu Bruno Kreiskys 115. Geburtstag am 22. Jänner 2026 geht es übrigens genau darum. Unter dem Titel "BRUNO KREISKY AND THE MIDDLE EAST- BUILDING DIPLOMACY AND RECONSTRUCTING PEACE" diskutiert u.a. Sadats Neffe, Mohammad Anwar Esmat Sadat, Vorsitzender der Reform- und Entwicklungspartei in Ägypten und Gründungsmitglied des Arabischen Rates für regionale Integration, im Kreisky Forum.
Quelle: Kreisky Archiv - Fundstück des Monats (Jänner 2026)