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Donnerstag
07. Mai 2026

STIMMEN DER HOFFNUNG

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Ende April fanden im und mit dem Bruno Kreisky Forum zwei Veranstaltungen statt, die den offenen Dialog über den Israel-Palästina-Konflikt in den Mittelpunkt stellten. Im Fokus standen dabei persönliche Perspektiven, kritische Auseinandersetzung und die Frage, welche Rolle Politisierung, Erfahrungen, Austausch und Bildung in Zeiten von Hass, Entmenschlichung und Polarisierung spielen können.

Am 28. April kamen rund 30 TeilnehmerInnen aus engagierter Zivilgesellschaft, NGOs, Ministerien und dem universitären Umfeld zu einem geschlossenen Workshop im Kreisky Forum zusammen. Im Zentrum des zweistündigen Austauschs stand die Verbindung zwischen persönlichen Erfahrungen und politischem Engagement. Die beiden eingeladenen Speaker – ein palästinensischer Forscher aus dem Gazastreifen, derzeit PhD-Kandidat in Peace and Conflict Resolution, sowie eine israelische Expertin für Sustainable Community Development aus Westjerusalem – teilten ihre Lebensrealitäten und Perspektiven. Der Workshop bot Raum für ehrliche Gespräche über Machtverhältnisse, historische Narrative und die Herausforderungen von Dialogarbeit. Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung von Begegnungen zwischen Menschen, die sonst kaum direkten Austausch haben und oft nur übereinander statt miteinander sprechen. Die beiden Vortragenden betonten die Notwendigkeit von kritischem Dialog, Verantwortungsübernahme und langfristiger Versöhnungsarbeit als Grundlage für nachhaltigen Frieden.

Zwei Tage später, am 30. April, waren die beiden Gäste am Erich-Fried-Realgymnasium eingeladen. Im Sinne der Initiative „Peace at School“ des Kreisky Forums berichteten die SpeakerInnen vor rund 60 SchülerInnen und Lehrkräften zunächst von ihren persönlichen Biografien, ihrer Politisierung und ihrem Engagement in der Friedensarbeit. Im Anschluss hatten die Anwesenden die Möglichkeit, anonym Fragen zu stellen.Die Fragen reichten von politischen Einschätzungen bis hin zu persönlichen Erfahrungen und moralischen Dilemmata. Gemeinsam mit den SpeakerInnen wurden diese reflektiert und diskutiert. Ziel war es, einfache Antworten zu hinterfragen und stattdessen Raum für Komplexität, Empathie und eigenständiges Denken zu schaffen.

Fotos: © Privat

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