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Dienstag
27. Oktober 2026

The Future Is Peace: Zwei Tage im Zeichen des israelisch-palästinensischen Dialogs

Am 21. und 22. Oktober 2026 waren die beiden international renommierten Friedensaktivisten und Autoren Aziz Abu Sarah und Maoz Inon zu Gast. Bei einer Abendveranstaltung im Jüdischen Museum Wien und einem anschließenden Besuch an der HTL Spengergasse teilten sie ihre persönlichen Erfahrungen und ihre gemeinsame Vision einer friedlichen Zukunft für Israelis und Palästinenser.

Ein Abend für Dialog und Versöhnung

Am 21. Oktober diskutierten Aziz Abu Sarah und Maoz Inon im Jüdischen Museum Wien unter dem Titel The Future Is Peace mit Tessa Szyszkowitz, Journalistin und Kuratorin im Bruno Kreisky Forum, über Wege aus dem israelisch-palästinensischen Konflikt. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Jüdischen Museum, dem Israel Studies Center Vienna und dem Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog statt.

Beide Friedensaktivisten haben durch den Konflikt schwerwiegende persönliche Verluste erlitten, jedoch haben sie sich bewusst gegen Vergeltung und für Dialog, Versöhnung und ein friedliches Zusammenleben entschieden.

Ihre Botschaft: Frieden ist weder eine bloße Forderung noch eine naive Hoffnung. Er entsteht durch konkretes Handeln, durch Begegnung und durch die Anerkennung der gleichen Würde und Rechte aller Menschen. Indem sie ihre persönlichen Erfahrungen mit anderen teilen, setzen sich Abu Sarah und Inon dafür ein, festgefahrene Feindbilder zu überwinden und neue Perspektiven für ein friedliches Miteinander zu eröffnen.

Begegnung mit der nächsten Generation

Am 22. Oktober setzten die beiden ihre Gespräche an der HTL Spengergasse fort. Dort trafen sie Schülerinnen und Studierende der Designabteilung und berichteten offen von ihren persönlichen Schicksalen, ihren Erfahrungen mit dem Konflikt und ihrer gemeinsamen Arbeit für Frieden. In einer anschließenden Fragerunde konnten die Jugendlichen ihre Gedanken und Fragen einbringen.

Ergänzend widmete sich Veronika Sartore vom Verein Yad be Yad in einem Kurzworkshop den Themen Antisemitismus und antimuslimische Diskriminierung. Damit wurde die internationale Perspektive auf Friedensarbeit mit der Auseinandersetzung über Vorurteile, Ausgrenzung und Zusammenleben im eigenen gesellschaftlichen Umfeld verbunden.

Dialog als Tool

Die beiden Veranstaltungen machten deutlich, wie wichtig Räume für offenen Dialog sind zwischen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Perspektiven und Identitäten ebenso wie zwischen den Generationen. Die Begegnung von Aziz Abu Sarah und Maoz Inon zeigt, dass selbst dort, wo Verlust und Leid tiefe Gräben aufgerissen haben, die Entscheidung für Verständigung möglich bleibt.

Für das Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog ist es ein zentrales Anliegen, solche Begegnungen zu ermöglichen und den Austausch über Konfliktgrenzen hinweg zu fördern. Denn eine friedliche Zukunft entsteht nicht von selbst: Sie braucht Menschen, die bereit sind, einander zuzuhören, Verantwortung zu übernehmen und trotz allem an die Möglichkeit von Frieden zu glauben, und Orte an denen dies stattfinden kann.

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