ARI RATH PREIS FÜR KRITISCHEN JOURNALISMUS

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ARI RATH PREIS FÜR KRITISCHEN JOURNALISMUS 2021
Begrüßung: Franz Vranitzky, Bundeskanzler a.D., Gründungs- und Ehrenpräsident des Kreisky Forums
Begründung der Jury: Gertraud Borea d’Olmo, Generalsekretärin des Kreisky Forums
Preisträger: Thomas Seifert, stv. Chefredakteur Wiener Zeitung
Laudator: Oliver Rathkolb, Univ.-Prof. am Institut für Zeitgeschichte der Universität WieN
Ehrenpreis: Gideon Levy, Kolumnist und Mitglied der Redaktion der Tageszeitung Ha’aretz
Laudatorin: Alexandra Föderl-Schmid, stellvertretende Chefredakteurin Süddeutsche Zeitung
Musik: Isabel Frey, Yiddish singer and social justice activist
Der „Ari-Rath-Preis für kritischen Journalismus“ wurde auf der Basis einer Privatinitiative eingerichtet, um im Sinne des im Jänner 2017 verstorbenen renommierten ehemaligen Chefredakteurs der Jerusalem Post Journalistinnen und Journalisten auszuzeichnen, die sich in ihrer Arbeit um eine kritische und der Wahrung der Menschenrechte verpflichtete Berichterstattung über Flucht, Vertreibung und Asyl in hervorragender Weise verdient gemacht haben. Eine Jury von Expertinnen und Experten unter dem Vorsitz von Gertraud Auer Borea d’Olmo, der Generalsekretärin des Bruno Kreisky Forums für internationalen Dialog und enge Vertraute von Ari Rath, hat einstimmig Thomas Seifert für den heurigen „Ari Rath Preis für kritischen Journalismus“ vorgeschlagen. Der „Ari Rath Ehrenpreis“ wurde einstimmig Gideon Levy zuerkannt.
Thomas Seifert ist vielen Leserinnen und Lesern als außenpolitischer Experte und Wirtschaftsfachmann bekannt. Der heutige stellvertretende Chefredakteur der Wiener Zeitung war zuvor für News, aber auch Welt am Sonntag und Sunday Telegraph als Reporter in zahlreichen Krisenregionen der Welt unterwegs und hat beeindruckende Berichte verfasst: sei es im Jahr 2000 aus der Ebola Station des Spitals in Gulu, Uganda, oder aus Sierra Leone über Kindersoldaten oder über den Krieg in Tschetschenien. Mutig und engagiert berichtete er aus Afghanistan und 2003 aus dem Irak-Krieg in Mitten des US-Bombardements.
Immer stellt Seifert neben der Gesamteinschätzung der Krisensituation das Schicksal der betroffenen Menschen ins Zentrum seiner Artikel, Berichte und Kommentare. Dem ist auch hinzuzufügen, dass er immer die menschliche Perspektive der von Kriegen, Flucht und Vertreibungen und Naturkatastrophen geplagten Individuen hervorhebt, und damit den Verfolgten in dieser Welt eine Stimme verleiht.
Gideon Levy ist Kolumnist bei Haaretz und Mitglied der Redaktion der Zeitung. Levy kam 1982 zu Haaretz und war vier Jahre lang stellvertretender Herausgeber der Zeitung. Er ist Autor des wöchentlichen Twilight Zone-Beitrags, der die israelische Besetzung im Westjordanland und im Gazastreifen in den letzten 25 Jahren behandelt, sowie Autor politischer Leitartikel für die Zeitung.Levy erhielt 2008 den Euro-Med-Journalistenpreis und den Leipziger Freiheitspreis 2001; der Preis der israelischen Journalistenunion 1997; und der Preis der Vereinigung der Menschenrechte in Israel für 1996; 2016 gemeinsam mit dem lutherischen Pastor von Bethlehem Mitri Raheb den Olof Palme Preis für „seinen Kampf gegen Besetzung und Gewalt“. Sein neues Buch „The Punishment of Gaza“ wurde gerade im Verso Publishing House in London und New York veröffentlicht.
Isabel Frey // Revolutionary Yiddish Music // Vienna
Mitglieder der Jury:
Gertraud Borea d’Olmo, Generalsekretärin des Bruno Kreisky Forums
Fritz Hausjell, Medienhistoriker, Institut für Publizistik, Univ. Wien
Rubina Möhring, Präsidentin Reporter ohne Grenzen
Oliver Rathkolb, Historiker, Institut für Zeitgeschichte, Univ. Wien
Bisherige Preisträger*innen:
2018
Alexandra Föderl-Schmid, seit Juli 2020 stellvertretende Chefredakteurin Süddeutschen Zeitung. Davor war sie Korrespondentin für Israel und die palästinensischen Gebiete. Davor war sie zehn Jahre lang Chefredakteurin und später auch Co-Herausgeberin der österreichischen Tageszeitung Der Standard und des Nachrichtenportals derStandard.at.
2019
Silvana Meixner, Heimat-Fremde-Heimat, ORF
Ehrenpreis: Helmut Brandstätter, KURIER
2020
Irene Brickner, DER STANDARD
Ehrenpreis: Anneliese Rohrer, Kolumnistin DIE PRESSE
Mit freundlicher Unterstützung von Wien Energie