ARI RATH-PREIS FÜR KRITISCHEN JOURNALISMUS 2025

ARI RATH-PREIS FÜR KRITISCHEN JOURNALISMUS
Exil - Flucht - Vertreibung
Begrüßung:
Sabine Kroissenbrunner, Generalsekretärin des Kreisky Forums
Begründung der Jury und Laudatorin:
Alexandra Föderl-Schmid, Journalistin
Laudatorin:
Mirjam Zadoff, Historikerin, Direktorin des NS-Dokumentationszentrum München
Preisträgerin:
Carolin Emcke Journalistin, Autorin, Publizistin und Moderatorin
Der „Ari-Rath-Preis für kritischen Journalismus“ wurde auf der Basis einer Privatinitiative eingerichtet, um im Sinne des im Jänner 2017 verstorbenen renommierten ehemaligen Chefredakteurs der Jerusalem Post Journalistinnen und Journalisten auszuzeichnen, die sich in ihrer Arbeit um eine kritische und der Wahrung der Menschenrechte verpflichtete Berichterstattung über Flucht, Vertreibung und Asyl in hervorragender Weise verdient gemacht haben.
Eine Jury von Expertinnen und Experten unter dem Vorsitz von Gertraud Auer Borea d’Olmo, der langjährigen ehemaligen Generalsekretärin des Bruno Kreisky Forums für internationalen Dialog und enge Vertraute von Ari Rath, hat einstimmig CAROLIN EMCKE für den „Ari Rath Preis für kritischen Journalismus“ 2025 – zu Aris 100. Geburtstag vorgeschlagen.
Carolin Emcke, geb. 1967. Studium der Philosophie, Politik und Geschichte in London, Frankfurt am Main und an der Harvard University. Von 1998–2006 war sie Redakteurin beim Spiegel und als Auslandsredakteurin in vielen Krisengebieten unterwegs. 2003/04 Visiting Lecturer für Politische Theorie an der Yale University. Von 2007 bis 2014 internationale Reporterin für die ZEIT, seit 2014 Kolumnistin für die Wochenend-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung und freie Publizistin. Seit der Spielzeit 2004/2005 Kuratorin und Moderatorin der monatlichen Diskussionsveranstaltung „Streitraum“ an der Schaubühne Berlin, seit 2023 ist sie Kuratorin und Moderatorin des SZ-Podcasts „In aller Ruhe“
Jüngere Publikationen u. a. "Respekt ist zumutbar. Texte zu unserer Gegenwart", Frankfurt/Main 2025, „Für den Zweifel. Gespräche mit Thomas Strässle“, Zürich 2022; „Was wahr ist. Über Gewalt und Klima“, Göttingen 2024. Auszeichnungen (Auswahl): Otto-Brenner-Preis für Kritischen Journalismus (2010), Deutscher Reporterpreis in der Kategorie »Beste Reportage« (2010), Wahl zur Journalistin des Jahres (2010), Johann-Heinrich-Merck-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung für ihr Gesamtwerk (2014), Lessing-Preis des Freistaats Sachsen (2015), Preis der Lichtenberg Poetik-Dozentur, Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2016), Silvers Grant for Work in Progress 2019, Carl-von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik (2020), Glas der Vernunft (2024), Mercator-Professur Universität Duisburg-Essen (2024).
Mit freundlicher Unterstützung von Wien Energie

Mitglieder der Jury:
Gertraud Borea d’Olmo, Vorstandsmitglied, Bruno Kreisky Forum, Legatarin von Ari Rath
Alexandra Föderl-Schmid, Süddeutsche Zeitung
Fritz Hausjell, Professor em. Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaften
Oliver Rathkolb, Professor em. Institut für Zeitgeschichte
Preisträger*innen bisher
2018
Alexandra Föderl-Schmid, ehemalige Herausgeberin und Chefredakteurin Der Standard, Nachrichtenchefin der Süddeutschen Zeitung
2019
Silvana Meixner, Heimat-Fremde-Heimat, ORF
Ehrenpreis: Helmut Brandstätter, Kurier
2020
Irene Brickner, Der Standard
Ehrenpreis: Anneliese Rohrer, Kolumnistin Die Presse
2021
Thomas Seifert, stellvertretender Chefredakteur der Wiener Zeitung
Ehrenpreis: Gideon Levy, Kolumnist und Mitglied der Redaktion der Tageszeitung Ha’aretz
2022
Simon Inou, aus Kamerun stammender Journalist und Medienkritiker
Vanessa Spanbauer, freie Journalistin und Historikerin aus Wien
2023
Christa Zöchling, Journalistin und Autorin
Noa Landau; Journalistin Ha‘aretz
2024
Maria Sterkl, Journalistin, Korrespondentin der österreichischen Tageszeitung Der Standard in Israel und OPT
Palästina-Israel Journal, Hillel Schenker und Ziad Abu Zayyad, Mitherausgeber