DEMOKRATIE IN AFRIKA

YOUTUBE Premiere AUS KREISKYS WOHNZIMMER
Georg Lennkh im Gespräch mit Caroline Gudenus
DEMOKRATIE IN AFRIKA
Kann der Senegal ein Beispiel sein?
Zuletzt meist überschattet von der Covid-Problematik kommen seit einiger Zeit auch aus Afrika wieder vermehrt Meldungen über negative Trends bis offene Konflikte bei demokratiepolitischen Entwicklungen. Im Vordergrund stehen dabei Fragen wie friedlicher Machtwechsel, Gewaltenteilung, Journalistenarbeit und freie Meinungsäußerung, Korruption, die Rolle der Zivilgesellschaft im öffentlichen Leben, und die Versuchung der Machthaber, sich dabei auch mit Einsatz von Gewalt durchzusetzen. Wahlen sind nicht länger formale und wenig aufregende Fortschreibungen, oder Änderungen politischer Machtverhältnisse. Sie sind zu Brenngläsern (Fokalpunkten) sämtlicher Spannungen, Ungleichheiten und aufgestautem Zorn über die sich ganz offensichtlich bereichernden Eliten, und damit zu politischen Krisenereignissen mit unbestimmtem Ausgang geworden. Beispiele dafür sind die in den letzten Monaten abgehaltenen Wahlen in Tansania, Côte d'Ivoire, der Zentralafrikanischen Republik und Uganda. Für 2021 stehen zumindest neun weitere kritische Wahlen bevor. Vor diesem Hintergrund wollen wir heute zunächst ein Land, den Senegal, diskutieren, dem es gelungen ist, trotz aller Spannungen einen weitgehend friedlichen demokratiepolitischen Kurs zu steuern, dann aber auch andere Beispiele vor allem im westlichen Afrika unter diesem vorgegebenen Blickwinkel untersuchen.
Caroline Gudenus, ehemalige österreichische Botschafterin in mehreren afrikanischen Ländern
Georg Lennkh, Vorstandsmitglied des Kreisky Forums, ehemaliger österreichischer Sonderbotschafter der Bundesregierung für Afrika