Die Sozialdemokratie und der Ballhausplatz

Die schwierige Eroberung einer Institution
Manfred Matzka, langjähriger Präsidialchef des Bundeskanzleramtes, ist Kulturmanager und Kunstliebhaber. Er hat zahlreiche juristische Publikationen verfasst sowie Monografien zum Datenschutz, über Sozialdemokratie und Verfassung und zur Nationalratswahl publiziert.
Karl Krammer, ehem. Kabinettschef unter Bundeskanzler Franz Vranitzky, Berater in Politik und Medien
Erwin Lanc, ehem. Bundesminister im Kabinett von Bruno Kreisky
Moderation: Wolfgang Maderthaner, Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs
Die Ablehnung der Institution gegenüber den „Roten“ zeigt sich deutlich, als sie erstmals ins Haus kamen. Das beginnt mit Otto Bauer, dem 1918 blanker Hass entgegenschlug. Es setzt sich fort mit den aberwitzigen Koalitionsspielereien der Christlichsozialen in der Ersten Republik, nur ja keine sozialdemokratische Regierungsbeteiligung zuzulassen. Das sieht man dann nach 1945, als man Adolf Schärf wirklich nur ein „Katzentischerl“ als Vizekanzler zubilligte. Es folgte die lieblose Einquartierung Bruno Kreiskys als Staatssekretär 1953 und das Ringen um den Außenminister. Der Regierungsantritt Bruno Kreiskys 1970 war dadurch geprägt. Die Phase 2000 hat deutlich gezeigt, wie die Österreichische Volkspartei die Rückkehr in ihr gottgegebenes Erbhaus zelebrierte.
Die Staatskanzlei. 300 Jahre Macht und Intrige am Ballhausplatz
ISBN 978-3-7106-0143-9
€ 39,90
Christian Brandstätter Verlag