
Grundriss einer kommenden Ökonomie
Paul Mason
geboren 1960, ist ein vielfach ausgezeichneter englischer Fernsehjournalist. Er arbeitete lange für die BBC und leitet heute die Wirtschaftsredaktion von Channel 4 News. Außerdem lehrt Mason als Gastprofessor an der Universität von Wolverhampton.
Drei Dinge wissen wir: Der Kapitalismus hat den Feudalismus abgelöst; seither durchlief er zyklische Tiefs, spätestens seit 2008 stottert der Motor. Was wir nicht wissen: Erleben wir eine der üblichen Krisen oder den Anbruch einer postkapitalistischen Ordnung?
Paul Mason blickt auf die Daten, sichtet Krisentheorien – und sagt: Wir stehen am Anfang von etwas Neuem. Er nimmt dabei Überlegungen auf, die vor über 150 Jahren in einer Londoner Bibliothek entwickelt wurden und laut denen Wissen und intelligente Maschinen den Kapitalismus eines Tages »in die Luft sprengen« könnten. Im Zeitalter des Stahls und der Schrauben, der Hierarchien und der Knappheit war diese Vision so radikal, dass Marx sie schnell in der Schublade verschwinden ließ. In der Welt der Netzwerke, der Kooperation und des digitalen Überflusses ist sie aktueller denn je.
Moderation:
Robert Misik, Journalist and Author
In Zusammenarbeit mit Suhrkamp
in englischer Sprache