„WANN HABEN WIR ES ÜBERSTANDEN, HERR DOKTOR WENISCH?“
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AUS KREISKYS WOHNZIMMER
Robert Misik im Gespräch mit Richard Wenisch
Als Leiter der Infektionsabteilung der Klinik Favoriten steht Christoph Wenisch seit einem Jahr gewissermaßen an der „Front“ der Corona-Bekämpfung. Kein „Gott in Weiß“, sondern einer, der auch auf Augenhöhe mit der Bevölkerung erklärt, was man weiß, welche Fortschritte bei den Behandlungen es gibt, und was mach auch nicht weiß. Einer, der Optimismus ausstrahlt, während sich rundherum gelegentlich schon Missmut breit macht. Als er als einer der ersten Österreicher Ende 2020 geimpft wurde, ging das Foto um die Welt, wurde zum kanonischen Bild. Erleichterung, Freude, auch dieses „wir lassen uns nicht unterkriegen“.
Mit Robert Misik spricht er über die Wahrheiten hinter den Schlagzeilen, über die Überforderung des Gesundheitspersonals, die Gegenwärtigkeit des Todes, die Fortschritte bei den Behandlungsmethoden. Aber auch die Zusammenhänge von Medizin und Gesellschaft, die Verwüstungen des Alltags, das Leid der Kinder, die monatelang keine Schule hatten usw. Und über sein Selbstbild als Arzt und die Bedeutung eines solidarischen Gesundheitssystems. Und über die Frage, wie eine Pandemie eigentlich endet…?
Dr. Christoph Wenisch (* 1967 in St. Pölten, Österreich, Ausbildung an der Medizinischen Fakultät Wien) ist Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin an der Klinik Favoriten (vormals Kaiser-Franz-Josef-Krankenhaus) in Wien. Zudem ist er außerordentlicher Professor für Medizin an der Universität Wien. Er ist Facharzt für Innere Medizin, Intensivmedizin, Infektionskrankheiten und Tropenmedizin.
Christoph Wenisch ist Mitglied des Vorstands der Österreichischen Gesellschaft für antimikrobielle Chemotherapie, Vizepräsident der Österreichischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten und ehemaliger Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten.
Robert Misik, Autor und Journalist