WAS WEIMAR MIT DER AFD VERBINDET - UND WAS NICHT
Wie schlittert eine Nation in eine Diktatur? Warum wehren die Menschen sich nicht oder zu spät? Die britisch-deutsche Historikerin Katja Hoyer hat es erforscht. Ihr Buch „Weimar: Glanz und Grauen der deutschen Geschichte“ untersucht, wie die Stadt von Goethe, von Nietzsche und von Bauhaus - die Heimat der deutschen Hochkultur - zum Epizentrum der Nazi-Barbarei verkam. Hoyer, die mit "Diesseits der Mauer - Eine neue Geschichte der DDR 1949-1990“ schon einen großen SPIEGEL-Bestseller lieferte, geht in „Weimar“ ähnlich vor. Sie durchforstete das Stadtarchiv nach den Berichten über gewöhnliche Menschen, die Aufstieg und Fall des Dritten Reichs erlebt haben. Und wie es ihre Biografien beeinflusste.
Heute steht Deutschland wieder mit Fassungslosigkeit vor der Frage, warum so viele Menschen besonders in der ehemalige DDR die in Teilen rechtsextreme AfD wählen. Hoyer hat bei ihrer Recherche nicht nur Weimar in den 1930er Jahren kennengelernt, sie traf auf die Menschen von heute. "Selten hat mich ein Buch über die deutsche Geschichte so aufgewühlt“, schreibt der deutsche Pianist und politische Aktivist Igor Levit über „Weimar“.
Katja Hoyer, Historikerin und Autorin, visiting scholar King’s College London und Fellow der Royal Historical Society
Moderation:
Tessa Szyszkowitz, Autorin und Journalistin, u. a. für die österreichische Wochenzeitung Falter, sowie Distinguished Fellow am Royal United Services Institute (RUSI) in London.
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