VERANSTALTUNG

WELCHE BEDINGUNGEN MUSS EINE GERECHTE GESELLSCHAFT SCHAFFEN, UM GEWALT AN FRAUEN UND FEMIZIDE ZU VERHINDERN?

mit Caroline Emcke
ORT:
Bruno Kreisky Forum
Podiumsdiskussion

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ELISABETH SCHARANG IM GESPRÄCH MIT CAROLIN EMCKE

WELCHE BEDINGUNGEN MUSS EINE GERECHTE GESELLSCHAFT SCHAFFEN, UM GEWALT AN FRAUEN UND FEMIZIDE ZU VERHINDERN?

Elisabeth Scharang diskutiert mit der Publizistin Carolin Emcke über Strukturen der Misogynie und die Frage, wie sich Gewalt entlarven und verhindern lässt. Welche Bilder und Begriffe prägen unsere Vorstellung von Lust und Unlust? Welche Mechanismen greifen, um sexualisierter Gewalt im öffentlichen Bewußtsein zu verleugnen? In den USA haben sich Frauen im Zuge der #MeToo Bewegung über Sammelklagen zusammengeschlossen, um sich gegen sexuelle Gewalt, die ihnen im Arbeitsleben widerfahren ist, zu wehren und die Täter vor Gericht zu bringen. Die Debatte hat die Perspektive auf sexuelle Übergriffe und die Definition dessen, was gesellschaftlich nicht mehr akzeptiert wird verändert; und sie hat eine Welle der offenen Solidarität für Opfer von sexuellen Übergriffen ausgelöst. Auf welcher Ebene wird diese Diskussion im deutschsprachigen Raum geführt? Die aktuelle öffentliche Debatte um den Medienmann Wolfgang Fellner und seinen Umgang mit weiblichen Angestellten ist in Österreich eine seltene Ausnahme. Es scheint, als habe die #MeToo Bewegung Österreich und den deutschsprachigen Raum lediglich gestreift. Ein Gespräch über das komplexe Geflecht aus Ignoranz, Verdrängung, Scham, Aggression und Kränkung und über die Fragen: Warum hat #MeToo in Österreich nicht stattgefunden und warum werden in Österreich als einzigem Land in der EU mehr Frauen als Männer ermordet?

Carolin Emcke war von 1998 bis 2006 Redakteurin beim „Spiegel“ und als Auslandsredakteurin in Krisengebieten wie Afghanistan, Pakistan, Kosovo, Iraq, Kolumbien oder dem Libanon unterwegs. Von 2007 bis 2014 schrieb sie als Autorin und internationale Reporterin für DIE ZEIT . Seit 2014 ist sie freie Publizistin und Kolumnistin bei der “Süddeutschen Zeitung” und “El Pais”.
Elisabeth Scharang, freischaffende Filmemacherin, Drehbuchautorin und Journalistin in Wien