WER SOLL DAS ALLES ZAHLEN?

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WER SOLL DAS ALLES ZAHLEN?
Robert Misik im Gespräch mit Jens Südekum, Professor für Volkswirtschaft an der Universität Düsseldorf
„Der Ökonom der Mächtigen“, nannte unlängst die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ den Volkswirtschaftsprofessor von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. In der größten ökonomischen Krise seit langem hören sowohl der Berliner Finanzminister als auch der Wirtschaftsminister auf den Wirtschaftsforscher, der schon seit Jahren darauf drängt, dass der deutsche Staat mehr investiert, um marode Infrastruktur zu ersetzen oder neue Technologien zu unterstützen. Immer wieder hat Südekum sich kritisch über die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse geäußert, zudem wirbt er für eine stärkere Integration in der Währungsunion. „Dieses Konjunkturprogramm hat wirklich Wumms“, sagt er jetzt und warnt davor, sich allzu sehr auf die Frage zu kaprizieren, wie die aufgenommenen Schulden wieder zurück gezahlt werden sollen. Denn Staaten zahlen ihre Schulden üblicherweise gar nicht zurück. Ob ein Staat „zu sehr“ verschuldet ist, hängt am wenigsten von der Höhe der Schulden ab, sondern von vielen Faktoren. Südekum wird auch für interessierte Laien verständlich erklären, was ein gutes Konjunkturprogramm auszeichnet und warum Staatsschulden unser geringstes Problem sein sollten.
Jens Südekum (geboren 1975 in Goslar) ist seit dem Jahr 2014 Professor für Internationale Volkswirtschaftslehre am Düsseldorfer Institute for Competition Economics (DICE) an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Außerdem ist er Research Fellow beim Centre for Economic Policy Research (CEPR), dem CESifo Institut, dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und beim Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA).
Robert Misik spricht mit ihm über Politik mit "Wumms", Konjunkturprogramme und die verbreiteten Ängste, dass den Staaten das Geld ausgehen und eine Schuldenkrise drohen könnte.
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