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WOHIN GEHT DEUTSCHLAND?

Robert Misik im Gespräch mit Wolfgang Schmidt
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Robert Misik im Gespräch mit Wolfgang Schmidt

„Wohin geht Deutschland?“

In einer der heikelsten Phasen der Nachkriegsära geht in Deutschland eine Epoche zu Ende: Angela Merkel tritt als Bundeskanzlerin ab, und bei der Bundestagswahl im September könnte das gesamte politische System im gewichtigsten Land der Europäischen Union durchgewirbelt werden. Gegenwärtig liefern sich Grüne und Union einen Zweikampf an der Spitze, die SPD will aus dem Duell noch einen Dreikampf machen. Das allein wäre schon historisch: Dass erstmals drei Parteien die realistische Aussicht auf den Spitzenplatz haben. Und das alles in einem politischen Gesamtumfeld, in dem sich in der Europäischen Union ein wirtschaftspolitischer Paradigmenwechsel anbahnt, weg von neoliberalen Konzeptionen, hin zu modernen Wohlfahrts- und Gleichheitskonzeptionen.
Der Sozialdemokrat Wolfgang Schmidt, Staatssekretär im deutschen Bundesfinanzministerium, ist eine Zentralfigur in all diesen Thematiken: als engster Vertrauter des SPD-Kanzlerkandidaten kann er erzählen, wie die Sozialdemokratie in diesem Wahlkampf noch einmal zurück ins Rennen um Platz eins kommen wollen, und als wesentlicher Architekt einer neuen EU-Wirtschafts- und Finanzpolitik kann er darüber Auskunft geben, wie man Schritt für Schritt einen Kurswechsel hinbekommt.

 Wolfgang Schmidt (* 23. September 1970 in Hamburg) ist ein deutscher Politiker (SPD) und Jurist. Er ist seit März 2018 Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen. Von März 2011 bis März 2018 war er Staatsrat der Hamburger Senatskanzlei und Bevollmächtigter der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund, bei der Europäischen Union und für Auswärtige Angelegenheiten.
Schmidt ist ein enger Vertrauter und politischer Weggefährte des deutschen Bundesfinanzministers Olaf Scholz (SPD).

Robert Misik, Autor und Journalist