MO21. Februar 2022

„Putin, beende das!“

 

„Je länger über eine russische Invasion gesprochen wird, desto mehr Russen sagen: Wir wollen keinen Krieg“, so Nina Chruschtschow, Urenkelin des ehemaligen Führers der Sowjetunion. Die Lage „kann jeden Moment eskalieren“, sagt die 60-jährige russisch-amerikanische Politologin in einem Video-Interview mit der WELT.

Nina Khrushcheva ist Professorin für Internationales an der New School, New York und Kuratorin des Kreisky Forums.

DO27. Jänner 2022

Nina Khrushcheva: AN UPDATE ON RUSSIA AND THE UKRAINE

How close are we to war between Russia and the Ukraine? The rhetoric of invasion, coupled with Russia´s movement of troops along the Ukrainian border is treated by the West as a reality of war preparation, argues Kreisky Forum Senior Fellow and Russia analysist Nina Khrushcheva. The tactic of threatening with sanctions against Putin – motivated by trying to deviate attention from unpleasant headlines in the US and the UK – could prove a dangerous game. EU High Representative for Foreign Affairs and Security Policy Josep Borrell´s announcement, in contrast, that there would not be preventative sanctions, was “heartening”. As always with Putin, there is not better option than careful diplomacy.

Nina Khrushcheva is Professor of International Affairs, The New School, New York.

 

MI19. Jänner 2022

SHOA UND NAKBA: ZWEIERLEI URKATASTROPHE

Schoa und Nakba: Zweierlei Urkatastrophe
Frankfurter Allgemeine Zeitung 19.1.2022

Wenn Palästinenser auf die Schoa angesprochen werden, bringen sie typischerweise die Nakba zur Sprache, die Vertreibungen im Zusammenhang mit der Staatsgründung Israels.
Für den israelischen Holocaustforscher Amos Goldberg und den palästinensischen Politikwissenschaftler Bashir Bashir, Kurator des Kreisky Forums, war diese Erfahrung der Anstoß, ein Konzept des Dialogs über die nationalen Traumata zu entwickeln. Mit ihrer postkolonialen Perspektive fordern sie die Kritik von Kollegen heraus.
Der Journalist Joseph Croitoru hat dazu einen sehr lesenswerten Bericht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung verfasst.

MO06. September 2021

DAS GEHEIME SYRIEN-TREFFEN IN WIEN

Vertreter der verschiedenen Lager Syriens sprachen in der Kreisky-Villa über Versöhnung.

Seit 2016 trifft sich eine vielfältige Runde, um in diskretem Rahmen über die Zukunft Syriens zu diskutieren: Es sind Exponenten der syrischen Zivilgesellschaft, Richter, Anführer einflussreicher Stämme und Familien, Religionsgelehrte, Exil-Aktivisten, einstige Politiker und Militärs, Vertreter verschiedenster Volksgruppen. Darunter sind Personen, die Freunde und Familienmitglieder haben, die möglicherweise von Familienmitgliedern anderer Teilnehmer umgebracht worden sind; Menschen, die nach der Logik des Krieges eigentlich Feinde sein müssten. Und die trotzdem gemeinsam über ein friedliches Zusammenleben reden. Der Ort ihrer geheimen Treffen wechselt stets: Einmal kamen sie bei Madrid zusammen, einmal in Berlin, in Paris – und Anfang September in Wien im Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog.

Lesen Sie den Bericht von Wieland Schneider, Stv. Leiter Außenpolitik „Die Presse“ vom 4. Septmeber 2021.

Wieland Schneider: Das geheime Syrien-Treffen in Wien_Die Presse, 4.9.2021

FR27. August 2021

Contending Modernities

Contending Modernities, an interdisciplinary initiative based at University of Notre Dame that aims to develop a nuanced understanding of how religious and secular forces interact in today´s world, has published an article of Bashir Bashir, curator of Regionalism and Borders at the Kreisky Forum.

In the article Bashir Bashir, who is also Associate Professor at the Open University in Israel, demonstrates how the recent book The Arab and Jewish Questions: Geographies of Engagement and Beyond is closely intertwined with the work on Alternatives to Partition and his earlier book The Holocaust and the Nakba, and a result of a more than a decade long process of reflection and debate among scholars at the Kreisky Forum.

MI14. Juli 2021

Ari Rath Preis für kritischen Journalismus 2021

Der „Ari-Rath-Preis für kritischen Journalismus“ wurde auf der Basis einer Privatinitiative eingerichtet, um im Sinne des im Jänner 2017 verstorbenen renommierten ehemaligen Chefredakteurs der Jerusalem Post Journalistinnen und Journalisten auszuzeichnen, die sich in ihrer Arbeit um eine kritische und der Wahrung der Menschenrechte verpflichtete Berichterstattung über Flucht, Vertreibung und Asyl in hervorragender Weise verdient gemacht haben.
Eine Jury von Expertinnen und Experten unter dem Vorsitz von Gertraud Auer Borea d’Olmo, der Generalsekretärin des Bruno Kreisky Forums für internationalen Dialog und enge Vertraute von Ari Rath, hat einstimmig Thomas Seifert für den „Ari Rath Preis für kritischen Journalismus“ 2021 vorgeschlagen.
Der „Ari Rath Ehrenpreis“ wurde einstimmig Gideon Levy zuerkannt.
Die Verleihung fand am 21. Juni 2021 im Bruno Kreisky Forum statt.

Thomas Seifert ist vielen Leserinnen und Lesern als außenpolitischer Experte und Wirtschaftsfachmann bekannt. Der heutige stellvertretende Chefredakteur der Wiener Zeitung war zuvor für News, aber auch Welt am Sonntag und Sunday Telegraph als Reporter in zahlreichen Krisenregionen der Welt unterwegs und hat beeindruckende Berichte verfasst: sei es im Jahr 2000 aus der Ebola Station des Spitals in Gulu, Uganda, oder aus Sierra Leone über Kindersoldaten oder über den Krieg in Tschetschenien. Mutig und engagiert berichtete er aus Afghanistan und 2003 aus dem Irak-Krieg in Mitten des US-Bombardements.
Immer stellt Seifert neben der Gesamteinschätzung der Krisensituation das Schicksal der betroffenen Menschen ins Zentrum seiner Artikel, Berichte und Kommentare. Dem ist auch hinzuzufügen, dass er immer die menschliche Perspektive der von Kriegen, Flucht und Vertreibungen und Naturkatastrophen geplagten Individuen hervorhebt, und damit den Verfolgten in dieser Welt eine Stimme verleiht.
Die Laudatio für den Preisträger hielt Oliver Rathkolb, Univ.-Prof. am Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien und Mitglied der Jury.

Gideon Levy ist Kolumnist bei Haaretz und Mitglied der Redaktion der Zeitung. Levy kam 1982 zu Haaretz und war vier Jahre lang stellvertretender Herausgeber der Zeitung. Er ist Autor des wöchentlichen Twilight Zone-Beitrags, der die israelische Besetzung im Westjordanland und im Gazastreifen in den letzten 25 Jahren behandelt, sowie Autor politischer Leitartikel für die Zeitung.Levy erhielt 2008 den Euro-Med-Journalistenpreis und den Leipziger Freiheitspreis 2001; der Preis der israelischen Journalistenunion 1997; und der Preis der Vereinigung der Menschenrechte in Israel für 1996; 2016 gemeinsam mit dem lutherischen Pastor von Bethlehem Mitri Raheb den Olof Palme Preis für „seinen Kampf gegen Besetzung und Gewalt“. Sein neues Buch „The Punishment of Gaza“ wurde gerade im Verso Publishing House in London und New York veröffentlicht.
Die Laudatio für den Ehrenpreisträger hielt Alexandra Föderl-Schmid, stellvertretende Chefredakteurin Süddeutsche Zeitung und selbst Ar Rath Preisträgerin.

Den musikalischen Rahmen gestaltete Isabel Frey // Revolutionary Yiddish Music // Vienna

Wir bedanken uns bei WIEN ENERGIE für die freundliche Unterstützung.

DO17. Juni 2021

Putin Gives Positive Review of Meeting with Biden

President Biden and President Putin met in Geneva on June 16, 2021 for two and a half hours. Putin gave a positive overall evaluation in his press conference afterwards. It’s the first time the countries’ leaders have met in Geneva since 1985, and marks the latest chapter in the long and often consequential history of such meetings. To dig deeper, Christiane Amanpour speaks with our curator Nina Khrushcheva, Professor for International Affairs/The New Shool and with Richard Haass, President ot the Council on Foreign Relations.
Amanpour is the Chief International Anchor for CNN and host of CNN International’s nightly interview program Amanpour. She is also the host of Amanpour & Company on PBS.

FR07. Mai 2021

STALINS’S WAR AND PEACE

Nina Khrushcheva, Professor of International Affairs at The New School, is the co-author (with Jeffrey Tayler), most recently, of In Putin’s Footsteps: Searching for the Soul of an Empire Across Russia’s Eleven Time Zones, reviews four recent books on Soviet history that may provide lessons for dealing with modern Russia.

Read more:
Stalin’s War and Peace by Nina L. Khrushcheva – Project Syndicate

 

DO18. März 2021

Global book talks on „The Arab and Jewish Questions“

The Arab and Jewish Questions: Geographies of Engagement in Palestine and Beyond, edited by Bashir Bashir und Leila Farsakh, and published by Columbia University Press, encompasses a 10 years‘ journey of engagement undertaken by Jewish and Arab scholars and activists at the Bruno Kreisky Forum.

First presented in Vienna in January 2021 together with the Central European University, it presently tours the world.

 

 

MO22. Februar 2021

WANT ISRAELI-PALESTINIAN PEACE? TRY CONFEDERATION

Politicians and experts should not doubt a two-state solution. But they should finally consider a plausible version of it.

By Bernard Avishai and Sam Bahour

published in New York Times, February 12, 2021

A Biden administration — not visionary, but simply cleareyed — could make the difference. It could, immediately, insist that the Israeli government remove barriers to letting Palestinian entrepreneurs from, say, Kuwait or Dearborn, Mich., settle and build new businesses in the cities of the West Bank and Gaza Strip. The administration should encourage a common market with Israel, Palestine and Jordan, and press for completion of the Quartet-sponsored gas pipeline that could bring electricity and desalinized water to Gaza.
The key is to save Israelis and Palestinians from anachronism. And each other.

Sam Bahour is an American-Palestinian who lives in Ramallah in the West Bank and is a management consultant.
Bernard Avishai, an American-Israeli professor and writer for magazines, lives in Jerusalem.
They have proposed a confederation to resolve the Israeli-Palestinian conflict for years.

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