1968 ff. - DIE SOZIALDEMOKRATIE, NEUE SOZIALE BEWEGUNGEN UND GESELLSCHAFTLICHE MODERNISIERUNG

DAS ROTE JAHRHUNDERT. Kuratiert von Robert Misik
Gespräch mit
Erwin Lanc, Verkehrsminister, Innenminister und Außenminister a.D., Ehrenpräsident des International Institute for Peace (IIP)
Natalie Assmann, Kunstschaffende, Regisseurin, Aktivistin
Christine Schörkhuber, Medienkünstlerin, Filmemacherin und Musikerin
Raimund Löw, Historiker, Journalist und Publizist
Moderation:
Robert Misik, Autor und Journalist
1968 ging als historisches Jahr in die europäische Bewegungsgeschichte ein. Das Jahr markiert aber nur den Beginn, das Aufkommen neuer parteifreier linker Bewegungen, aber auch kultureller Strömungen, die den Zeitgeist beeinflussten.
Sie prägten die Diskurse, führten zu einer gesellschaftlichen Modernisierung. Der Sozialdemokratie war dieser modernistische Zeitgeist günstig, zugleich fremdelte sie aber mit diesen Strömungen und der neuen Zivilgesellschaft, die sie nie kontrollieren konnte. Das betraf rebellischer Jugendbewegungen genauso wie später die Umweltbewegung. Erwin Lanc kann als Innenminister zur Zeiten der Hausbesetzerbewegung dazu viel erzählen.
Ist ein breites Bündnis des gesellschaftlichen Fortschritts mit der Sozialdemokratie als parteipolitischer Kraft noch denkbar? Was bräuchte es dafür?
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