EUROPAS PLATZ IN EINER MULTIPOLAREN WELT

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AUS KREISKYS WOHNZIMMER
Stefan Lehne im Gespräch mit Eva Nowotny
Der Diskurs über den Platz der EU in der Welt hat sich im letzten Jahrzehnt verändert. Sprach man früher über Außenpolitik im Sinne des Aufbaus einer globalen liberalen Ordnung, der Stärkung der transatlantischen Partnerschaft und der Sicherung eines effektiven Multilateralismus, so konzentriert man sich heute eher auf die Entwicklung der europäischen Souveränität, die Sicherung der strategischen Autonomie und den Schutz des europäischen Lebensstils. Das Selbstverständnis als Vorbild und Vorreiter einer erneuerten regelbasierten internationalen Ordnung ist einer defensiven Haltung, geringeren Ambitionen und einem engeren regionalen Fokus gewichen. Gibt es heute nach den Ausscheiden Großbritanniens und dem Amtsantritt Präsident Bidens eine neue Chance, die EU zu einem Angelpunkt erfolgreicher multilateraler Diplomatie zu machen?
Stefan Lehne, Gastwissenschaftler bei Carnegie Europe. Seine Forschung konzentriert sich auf die Entwicklung der EU-Außenpolitik nach dem Vertrag von Lissabon, mit besonderem Schwerpunkt auf die Beziehungen zwischen der EU und ihren Mitgliedstaaten
Moderation:
Eva Nowotny, Vorstandsmitglied des Bruno Kreisky Forums, Diplomatin i.R., Vorsitzende des Universitätsrates der Universität Wien