GEWISSHEIT IST HOCH IM KURS

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AUS KREISKYS WOHNZIMMER
Rudolf Scholten im Gespräch mit Bogdan Roščić
GEWISSHEIT IST HOCH IM KURS
Alle wollen sie haben. (© Bogdan Roscic)
Rudolf Scholten, Präsident des Bruno Kreisky Forums für internationalen Dialog
Bogdan Roščić, Direktor der Wiener Staatsoper
Mehr als ein Jahr kein regulärer Betrieb wäre für jede Organisation schwer zu bewältigen, noch viel komplizierter ist das in einer so sensiblen Institution wie der Wiener Staatsoper. Was ist die Position der Kunst in einer Gesellschaft, die so sehr mit sich zu kämpfen hat, wie es derzeit allgegenwärtig ist? Zugleich ist der Planungshorizont der Oper so weit in die Zukunft gerichtet, dass es jetzt dringend notwendig ist, über die Zeit nach Corona zu diskutieren. Die ewige Frage der Rolle der Kunstform Oper, aber zugleich neue Wege der Kunstvermittlung werden dabei ebenso zur Sprache kommen."
Bogdan Roščić (* 18. April 1964 in Belgrad, SFR Jugoslawien) ist ein österreichischer Musikmanager. 1989 begann Roščić als freier Mitarbeiter für das Kulturressort der Wiener Tageszeitung Die Presse zu schreiben, mit den Hauptthemen Medien und Popmusik. 1991 wurde Roščić Ressortleiter für Medien, Medienpolitik und Pop beim Wiener Kurier. 1993 wechselte er als Musikchef zu Österreichs größtem Radiosender Ö3, 1996 wurde er dort zum Senderchef ernannt und baute das Programm konsequent in ein Formatradio um, mit den Schwerpunkten Popmusik, aktuelle Information und Comedy.
Roščić verließ den ORF und wechselte als Managing Director zu Universal Music Austria. Ab 2006 war er Managing Director der Decca Music Group in London. Von April 2009 bis August 2019 leitete er die Klassik-Sparte von Sony Music. Seit Juli 2020 ist er in Nachfolge von Dominique Meyer Direktor der Wiener Staatsoper.