MASSENARBEITSLOSIGKEIT, KLIMAKRISE, UNGLEICHHEIT

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AUS KREISKYS WOHNZIMMER
MARKUS MARTERBAUER IM GESPRÄCH MIT ROBERT MISIK
MASSENARBEITSLOSIGKEIT, KLIMAKRISE, UNGLEICHHEIT
Die drei größten wirtschaftspolitischen Herausforderungen 2021
Österreich wurde in den letzten 70 Jahren von einem Armenhaus zu einem der wirtschaftlich erfolgreichsten Länder Europas. Wir haben einen der besten Sozialstaaten und eine der besten öffentlichen Infrastrukturen Europas. Wir verfügen über alle Voraussetzungen, die drei großen Probleme der Zeit – Massenarbeitslosigkeit, Klimakrise, Ungleichheit und Armut – erfolgreich zu bewältigen. Wenn wir wollen und sofort mit faktenbasierter und zielgerichteter Politik beginnen.
Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der COVID-Krise sind jedenfalls enorm. Doch angesichts der hohen Wirtschaftskraft Österreichs, der stabilen sozialen Strukturen und günstiger Umstände – wie den negativen Zinssätzen für Staatsanleihen – können sie bewältigt werden, sofern die Wirtschaftspolitik faktenbasiert vorgeht und wohlstandsorientiert in die Zukunft investiert.
Markus Marterbauer, Ökonom
Robert Misik, Autor und Journalist
Markus Marterbauer ist Chefökonom der Arbeiterkammer, Vizepräsident des Fiskalrates und Universitätslektor, Experte im Budgetausschuss des österreichischen Nationalrates und Mitglied im Beirat für Wirtschafts- und Sozialfragen. Seit Juli 2013 leitet er als Vorsitzender den Arbeitskreis Dr. Benedikt Kautsky. Marterbauers zahlreiche Publikationen befassen sich vorrangig mit der Budgetentwicklung und Fiskalpolitik Österreichs, mit Fragen der Einkommenspolitik und Umverteilung, mit makroökonomischen Fragen und sozialdemokratischer Wirtschaftspolitik.