Naher und Mittlerer Osten nach 10 JAHREN ARABISCHER FRÜHLING, 20 JAHREN 9/11

Gudrun Harrer im Gespräch mit Reinhard Schulze
DER NAHE UND MITTLERE OSTEN ZEHN JAHRE NACH DEM ARABISCHEN FRÜHLING, 20 JAHRE NACH DEM 11. SEPTEMBER:
DYNAMIKEN UND PROZESSE DES POLITISCHEN, SOZIALEN UND RELIGIÖSEN WANDELS
Die Terroranschläge des 11. Septembers und der Arabische Frühling 2011/2 markieren zwei Höhepunkte in einem Umbruchsprozess, der die politischen Landkarten, die sozialen Welten und die religiösen Ordnungen im Nahen und Mittleren Osten markant veränderten. Neue geopolitische Ordnungsvorstellungen entstanden, die sozialen Welten veränderten sich vor allem durch Emanzipationsprozess der Frauen und der Jugend, tiefgreifende Prozesse der Säkularisierung konkurrieren mit Veränderungen in den religiösen und konfessionellen Landschaften. Die Durchsetzung der Taliban und ihres 2. Emirats in Afghanistan soll als Gelegenheit für eine historische und systematische Rückschau auf die Transformationen genutzt werden, die das gewohnte Gesicht des Nahen und Mittleren Osten tiefgreifend verändert haben und weiterhin verändern.
Reinhard Schulze, Direktor Forum Islam und Naher Osten, Universität Bern
Gudrun Harrer, Leitende Redakteurin, Der Standard; Lektorin für Moderne Geschichte und Politik des Nahen und Mittleren Ostens an der Universität Wien und an der Diplomatischen Akademie Wien