Krieg und Klima. Wenn die Natur zum Kriegsopfer wird

Krieg und Klima ist eine neue Gesprächsreihe, die die langfristigen Umwelt- und Klimafolgen kriegerischer Auseinandersetzungen anhand der aktuellen Konflikte in der Welt verdeutlicht. Die Kriege unter anderem in Syrien, Jemen, Libyen, Irak und Sudan haben ganze Landstriche, Flüsse und Küstenstreifen in toxische Müllhalden verwandelt, wo sich Kriegstrümmer mit giftigen Chemikalien, Ölteppichen und radioaktivem Waffenmaterial auf gefährliche Weise vermischen. Sie bedrohen nicht nur die Grundwasser und Nahrungsversorgung der betroffenen Bevölkerungen, sondern treiben weitgehend unkontrolliert den CO2 Ausstoß nach oben, während sie wichtige natürliche Ressourcen zur Verminderung dieser Emissionen zerstören. Öl-Pipelines, Kraftwerke, und Industrieanlagen sind routinemäßige Angriffsziele in der strategischen Planung von Kriegseinsätzen. Mögliche Schutzbestimmungen für Natur und Umweltressourcen sind damit von vornherein ausgehebelt bzw. werden mit dem Verweis auf den militärischen Nutzen solcher Angriffe zur Seite gewischt. Die finanzielle wie moralische Verantwortung für die Widerinstandsetzung bzw. die Beseitigung der langfristigen Folgen dagegen, ist weder rechtlich noch geopolitisch eindeutig geklärt. Das Kreisky Forum bietet einen ausgezeichneten Rahmen, um diese kritische Leerstelle in der Diskussion rund um den Klimawandel zu füllen und die lange vernachlässigte Rolle von Krieg und militärischen Konflikten breitenwirksam in der öffentlichen Wahrnehmung zu etablieren.

Veranstaltungen