FR01. März, 19:00UHR

DAS SCHÖNE

Reihe: Zerrissene Jahre
KuratorIn: Philipp Blom
Vortragende: Michael Köhlmeier

YouTube Premiere „Aus Kreiskys Wohnzimmer“

 

Philipp Blom im Gespräch mit Michael Köhlmeier

DAS SCHÖNE

 

„Michael Köhlmeier lobt Kultur als Möglichkeit, sich selbst besser zu begreifen.“
Michael Wurmitzer, Der Standard

 

Eine Verführung zum Lesen, Hören und Offen-in-die-Welt-Schauen: Michael Köhlmeier lädt ein zu einer ganz persönlichen Reise, von Tolstoi über Mozart bis zu Batmans Joker. Zu wem spricht Kunst? Hat Shakespeare das Menschliche erfunden – oder gar den Menschen? Hat Bob Dylan die schönste Ausformung antiker Lyrik geschaffen? Was ist überhaupt das Schöne? Michael Köhlmeier flaniert durch die Welt – und verbindet sein Staunen mit den großen und kleinen Fragen der Gegenwart. Er zelebriert alle Facetten eines intellektuellen Savoir-vivre und entwirft eine kleine Schule des klugen Schwärmens. Sein neues Buch ist der ideale Begleiter für alle, die sich begeistern lassen wollen für das Schöne.

 

Michael Köhlmeier, in Hard am Bodensee geboren, lebt in Hohenems/Vorarlberg und Wien. Der Schriftsteller und Hörbuchsprecher wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. 2017 mit dem Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie dem Marie Luise Kaschnitz-Preis für sein Gesamtwerk und 2019 mit dem Ferdinand-Berger-Preis.

Philipp Blom studierte Philosophie, Geschichte und Judaistik in Wien und Oxford. Er lebt als Historiker und Schriftsteller in Wien.

 

Michael Köhlmeier:
Das Schöne. 59 Begeisterungen
Hanser Verlag, September 2023, ISBN 978-3-446-27752-6, 23,70 €

MO04. März, 19:00UHR

WIE DESPOTEN ZU MASSENMÖRDERN WERDEN

Reihe: Philoxenia
KuratorIn: Tessa Szyszkowitz
Vortragende: Julia Ebner

Tessa Szyszkowitz im Gespräch mit Julia Ebner

WIE DESPOTEN ZU MASSENMÖRDERN WERDEN

 

Noch am 23. Februar 2022 hat kaum jemand gedacht, dass der russische Präsident Wladimir Putin seine Soldaten tatsächlich am nächsten Tag Richtung Kiew schicken würde. Hätte man das nicht voraussagen können? Wie ernst soll man die aggressive Rhetorik von Staatsmännern nehmen? Die österreichische Extremismusexpertin Julia Ebner erforscht derzeit an der Universität Oxford die Früherkennung von Massenmördern: „When Despots Become Deadly“ am Calleva Centre for Evolution and Human Science (Magdalen College). Ebner baut auf ihren bisherigen Recherchen auf. Sie hat die Sprache der Gewalt von Extremisten im Netz analysiert. Ihre ganz eigene Forschungsmethode, sich under cover in Extremistenkreise zu begeben, hat ihr tiefe Einblicke in die Radikalisierungsmechanismen von Gruppen gegeben. Sie hat untersucht, wie explosiv es sein kann, wenn die persönliche Identität mit einer Gruppenidentität fusioniert wird. Und wie diese vor einer tatsächlichen Gewaltanwendung de-radikalisiert werden könnten. Könnten Kriege verhindert werden, wenn die sozio-psychologischen Beweggründe von Potentaten analysiert werden?

 

Julia Ebner, Wissenschaftlerin, Investigativ-Journalistin, Autorin und Politikberaterin; arbeitet am Calleva Centre for Evolution and Human Science des Magdalen College der Universität Oxford. Ihre Bücher Wut (2018), Radikalisierungsmaschinen (2019), Massenradikalisierung (2023) waren Bestseller.

Tessa Szyszkowitz, Falter-Kolumnistin und Autorin, war Korrespondentin in Moskau, Brüssel, Jerusalem, London. Kuratorin der Reihe Philoxenia im Kreiskyforum, Senior Associate Fellow Royal United Services Institute in London.

 

Mit der Teilnahme an der Veranstaltung stimmen Sie der Veröffentlichung von Fotos und Filmaufnahmen, die im Rahmen der Veranstaltung entstehen, zu.

MI06. März, 19:00UHR

SPOILS OF CIVIL WAR – BRINGING THE ARAB WORLD BACK IN?

Reihe: Arab/Middle East Changes
KuratorIn: Gudrun Harrer
Vortragende: Aziz Al-Azmeh, Tarek Mitri, Ghassan Salamé

Aziz Al-Azmeh in conversation with Tarek Mitri and Ghassan Salamé

SPOILS OF CIVIL WAR – BRINGING THE ARAB WORLD BACK IN?

 

“After Conflict? Spoils of war and the emergent international disorder in the Arab World” is the title of an international expert meeting convened by the Striking from the Margins research project of the Central European University with the support of the Carnegie Corporation New York.
The meeting opens with a public keynote panel at Bruno Kreisky Forum, joining two eminent intellectuals and actors in the international arena – Tarek Mitri and Ghassan Salamé – to discuss current challenges in the Arab world. Before them are issues of political disarticulation, state capture, civil wars and proxy wars in the region, and their international extensions, including the erosion of international norms and frameworks, in what is emerging as global disorder and the conditions of a new cold war with variable geographies.

Notes of Welcome

Gertraud Auer Borea d’Olmo, Secretary General, Bruno Kreisky Forum
Hillary Wiesner, Program Director, Arab Region Research and Scholarship, Carnegie Corporation, New York
Nadia Al-Bagdadi, Professor, Central European University; Co-Founding Director, SFM project, Vienna

Speakers

Tarek Mitri, President, St. George University, Beirut
Former Director, Issam Fares Center for Public Policy and International Affairs (American University of Beirut); Former UN Secretary-General Representative to Libya; former Minister of Information, former Minister of the Environment, and former Acting Minister of Foreign Affairs, Lebanon; former Coordinator for Interreligious Relations and Dialogue at the World Council of Churches.

Ghassan Salamé, Trustee of the International Crisis Group, Paris
Former UN Secretary-General Special Representative to Libya and Head of the UN Support Mission for Libya; former Founding Dean of the Paris School of Public Affairs; former Minister of Culture, Lebanon.

Moderator
Aziz Al-Azmeh, University Professor emeritus, Central European University; Co-Founding Director, SFM, Vienna

 

In Cooperation with the Central European University, Vienna, and the Carnegie Corporation, New York

 

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DI12. März, 19:00UHR

WAHLEN IN IRAN

Reihe: Hegemonien und Allianzen
KuratorIn: Walter Posch
Vortragende: Hessam Habibi, Bijan Khajehpour

Walter Posch im Gespräch mit Hessam Habibi und Bijan Khajehpour

WAHLEN IN IRAN

 

Am 1. März finden in der Islamischen Republik Iran Parlaments- und Expertenratswahlen statt. Der Wächterrat hat bereits im Vorhinein sämtliche kritischen Kandidaten eliminiert – landesweit fast 50. Es ging soweit, dass in etlichen Wahlkreisen am Ende nur mehr ein einziger Kandidat übrig blieb. Das heißt, er kann mit nur einer Stimme gewählt werden. Es gibt kritische Stimmen, die meinen, man könne nicht mehr von einer Wahl sprechen, sondern von einem Auswahlverfahren nach Geschmack der Regierung und des religiösen Führers Ali Khamenei. Was diese Wahlen jedoch zeigen werden, ist die Stimmung im Volk gegenüber dem Regime. Die Wahlbeteiligung wird von der geistlich-politischen Führung von Iran gerne als Zustimmung zum System präsentiert – und es gibt Anzeichen, dass diese einen historischen  Tiefstand erreichen wird

 

Hessam Habibi Doroh, FH Campus Wien

Bijan Khajehpour, Managing Partner Eurasian Nexus Partners

Walter Posch, Senior Fellow am Institut für Friedenssicherung und Konfliktmanagement (IFK) der Landesverteidigungsakademie

 

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DO14. März, 19:00UHR

DIE RADIKALE RECHTE UND DER SOZIALSTAAT

Reihe: Genial Dagegen
KuratorIn: Robert Misik
Vortragende: Philip Rathgeb

Robert Misik im Gespräch mit Philip Rathgeb

DIE RADIKALE RECHTE UND DER SOZIALSTAAT

 

Rechtsradikale Parteien sind nicht länger politische Herausforderer am Rande der Parteiensysteme; sie sind in der gesamten westlichen Welt Teil des politischen Mainstreams geworden.
Die radikale Rechte hat die verschiedenen politischen Instrumente genutzt, die ihr im Rahmen ihrer politisch-ökonomischen Arrangements zur Verfügung stehen, um bedrohte Arbeitsmarktinsider und männliche Ernährer vor dem Niedergang zu schützen und gleichzeitig ein rassifiziertes und geschlechtsspezifisches Prekariat zu schaffen. Diese sozioökonomische Agenda des selektiven Statusschutzes stellt die horizontalen Ungleichheiten in Bezug auf Geschlecht und ethnische Zugehörigkeit wieder her, ohne die vertikalen Ungleichheiten zwischen Arm und Reich anzugehen.
Durch die Kombination von Erkenntnissen aus der vergleichenden Politikwissenschaft, der Parteipolitik, der vergleichenden politischen Ökonomie und der Wohlfahrtsstaatsforschung bietet das aktuelle Buch des Politologen Philip Rathgeb neue Einblicke in die Art und Weise, wie die radikale Rechte die Zustimmung zu autoritärer Herrschaft herstellt, indem sie die sozial zersetzenden Auswirkungen des globalisierten Kapitalismus für wichtige Wählergruppen zähmt.

Philip Rathgeb, Politikwissenschaftler
Robert Misik, Autor und Journalist

Philip Rathgeb, ist Assistenzprofessor für Sozialpolitik an der School of Social and Political Science an der Universität von Edinburgh. Zuvor war er als Postdoktorand am Fachbereich Politik und Öffentliche Verwaltung der Universität Konstanz tätig. Seine Forschungsinteressen liegen in der vergleichenden politischen Ökonomie und der vergleichenden Politik, mit besonderem Augenmerk auf Wohlfahrtsstaaten, Arbeitsbeziehungen und Parteipolitik. Sein erstes Buch Strong Governments, Precarious Workers wurde 2018 bei Cornell University Press veröffentlicht. Träger des Kurt Rothschild-Preises für Wirtschaftspolitik.

 

Philip Rathgeb:
How the Radical Right Has Changed Capitalism and Welfare in Europe and the USA
Oxford University Press, February 2024; ISBN: 9780192866332; £ 76.00

 

 

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MO18. März, 19:00UHR

DAS HORN VON AFRIKA AM RAND DES ZERFALLS?

Annette Weber, Georg Lennkh, Irene Horejs

DAS HORN VON AFRIKA AM RAND DES ZERFALLS?
Eine geopolitische Krise abseits des Blickwinkels westlicher Medien

 

Das Horn von Afrika mit den Vielvölkerstaaten Äthiopien und Eritrea, Somalia und dem Kleinstaat Djibouti, an der Grenze zum Kriegsschauplatz Sudan und der Schnittstelle von Rotem Meer und Indischem Ozean gelegen, spielt geostrategisch eine wichtige Rolle. Auf Grund seiner strategischen Lage gegenüber der Arabischen Halbinsel (Yemen und Saudi Arabien) und an der zentralen Seeroute des Welthandels am Roten Meer, der Zufahrt zum Suezkanal, war die Region seit jeher für die Weltmächte von großem Interesse. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Horn zu einem Hauptschauplatz des „Kalten Krieges“ auf dem afrikanischen Kontinent. Heute gehen mehr als 10% des Welthandels und ein großer Teil der europäischen Flüssiggasimporte über diesen Seeweg. Die tiefen Krisen, die die Länder der Region derzeit erschüttern, haben daher auch Potential, den internationalen Handel und die Energieversorgung Europas zu beeinträchtigen. Das Schlüsselland Sudan und in gewissem Maß auch Äthiopien sind durch interne Kriege zerrüttet, deren Auswirkungen auch die umliegenden Länder destabilisieren. Die Beziehungen Äthiopiens zum Erzfeind Eritrea haben einen neuen Tiefpunkt erreicht,  Somalia sieht nach dem Abzug der internationalen Truppen einer unsicheren Zukunft im Kampf gegen die Terrorgruppe Al Shaabab entgegen und die die jüngste Initiative Äthiopiens, sich durch die Anerkennung der abtrünnigen Provinz Somaliland einen Zugang zum Roten Meer zu sichern, sorgt für zusätzlichen Zündstoff. Auch der Nilwasserkonflikt zwischen Äthiopien, Sudan und der regionalen Großmacht Ägypten ist noch immer nicht gelöst.

Obwohl diese Konflikte vordergründig inner- und zwischenstaatliche Konflikte sind, haben sie eine geopolitische Dimension und werden durch externe Kräfte, die die verschiedenen Kriegsparteien unterstützen, geschürt. Dies trifft besonders auf den Krieg im Sudan zu. Sowohl die benachbarten Staaten wie auch die internationale Gemeinschaft beobachten diese Entwicklungen mit größter Besorgnis. Es gibt eine Reihe von Initiativen zur Entspannung der Situation (u.a. von den USA und Saudi Arabien, der regionalen Untergruppe der afrikanischen Union IGAD, den Vereinten Nationen), deren Erfolg noch ungewiß ist. Worin bestehen diese Initiativen und was sind ihre Perspektiven? Welche geopolitischen Interessen sind im Horn von Afrika involviert und was ist die Rolle von Russland, China, der Türkei, des Westens und anderen? Was sind die Interessen der EU in der Region, was ist die Strategie der EU in diesem Konflikt? Was sind insbesondere auch die Interessen Österreichs und was kann Österreich tun?

Begrüßung:
Georg Lennkh, ehem. österreichischer Sonderbotschafter für Afrika, Vorstandsmitglied des Kreisky Forums

Annette Weber, Sonderbeauftragte der Europäischen Union für das Horn von Afrika

Moderation:
Irene Horejs, ehem. EU-Botschafterin in Mali und Niger

 

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MI20. März, 19:00UHR

DEMOKRATIEDÄMMERUNG

Reihe: Genial Dagegen
KuratorIn: Robert Misik
Vortragende: Veith Selk

Robert Misik im Gespräch mit Veith Selk

DEMOKRATIEDÄMMERUNG

 

»In der Theorie vielleicht eine gute Idee, versagt nur leider in der Praxis!«

Was früher vom Kommunismus gesagt wurde, gilt heute für die Demokratie – sie wirkt zunehmend unglaubwürdig, hat Legitimationsprobleme, die gewählten Parteien blockieren sich gegenseitig, nichts geht mehr voran, und die antidemokratischen Parteien gewinnen an Boden. Veith Selks nüchterne Studie ist eine „brutale Niedergangsdiagnose“, die sich „schon bald als prophetisch erweisen“ könnte, feierte die Hamburger „Zeit“ Selks „Demokratiedämmerung“. Was Selks Indizienkette so beunruhigend macht: Nicht die „Antidemokraten“ sind das Problem, er zeigt vielmehr, dass der Niedergang der Demokratie eine innere Tendenz der modernen Demokratien selbst ist. Und fügt hinzu: „Eine Umkehr dieser Entwicklung ist unter den gegebenen Rahmenbedingungen unwahrscheinlich.“ Was sind also die inneren Dynamiken moderner Gesellschaften, die eine baldige Gesundung eher unrealistisch machen? Was folgt daraus? Und welche liebgewonnenen Phrasen der Demokratietheorien sollten wir schleunigst verabschieden?

Veith Selk, Privatdozent für Politikwissenschaft an der Technischen Universität Darmstadt
Robert Misik, Autor und Journalist

Veith Selk, ist Politik- und Sozialwissenschaftler, der auf dem Gebiet der Politischen Theorie und intellectual history forscht. Zu seinen Schwerpunkten zählen die Geschichte des politischen Denkens, Populismus, Demokratie, politische Ökologie und gesellschaftliche Konflikte in der soziotechnischen Transformation. Er ist Fellow am Point Alpha Research Institute und Privatdozent an der Technischen Universität Darmstadt. Neben seiner akademischen Tätigkeit engagiert er sich in der politischen Bildung und auf dem Feld der citizen science. Er lebt in Hamburg.

 

Veith Selk:
Demokratiedämmerung. Eine Kritik der Demokratietheorie
Suhrkamp Verlag, Berlin 2023, 336 Seiten, 23 Euro

 

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DO21. März, 19:00UHR

DIE NEUEN HERRSCHER AM GOLF UND IHR STREBEN NACH GLOBALEM EINFLUSS

Reihe: Arab/Middle East Changes
KuratorIn: Gudrun Harrer
Vortragende: Sebastian Sons

ZOOM Live/Facebook Live

Gudrun Harrer im Gespräch mit Sebastian Sons

DIE NEUEN HERRSCHER AM GOLF UND IHR STREBEN NACH GLOBALEM EINFLUSS

 

Zeitenwende am Golf: Mithilfe ihres Öl- und Gasreichtums ist es den Golfstaaten Saudi-Arabien, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Kuwait, Bahrain und Oman gelungen, weltweit immer mehr Einfluss zu nehmen – in der Politik, der Wirtschaft oder dem Sport. Ihre ambitionierten Herrscher konkurrieren dabei um Macht und verfolgen kompromisslos eigene politische und wirtschaftliche Interessen. Diese immer dominantere Rolle von autoritären Monarchien stellt die internationale Gemeinschaft zunehmend vor fundamentale Herausforderungen. Die Golfmonarchien verfolgen gleichzeitig eine unabhängige Politik gegenüber dem Westen und intensivieren die Zusammenarbeit mit autoritären Mächten wie China und Russland. Sie missachten Menschenrechte, forcieren aber auch den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel. Insbesondere der Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 und die darauffolgende Gewalteskalation in Nahen Osten setzt auch die Golfstaaten unter Druck und zwingt sie, ihre politischen Strategien anzupassen.

 

Sebastian Sons arbeitet als Senior Researcher am Center for Applied Research in Partnership with the Orient (CARPO). Zwischen 2019 und 2021 war er als Berater im Regionalvorhaben „Zusammenarbeit mit arabischen Gebern“ der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Jordanien beschäftigt. Er promovierte zum Thema „Alltägliche Präsenz, öffentliche Absenz: Praktiken, Strategien und Inhalte bei pakistanischen Medienakteuren zu Arbeitsmigration nach Saudi-Arabien“ an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er arbeitet seit über 15 Jahren wissenschaftlich zu den arabischen Golfmonarchien. Sons‘ jüngste Publikation ist 2023 erschienen und trägt den Titel „Die neuen Herrscher am Golf und ihr Streben nach globalem Einfluss“.

Gudrun Harrer, Leitende Redakteurin, Der Standard; Lektorin für Moderne Geschichte und Politik des Nahen und Mittleren Ostens an der Universität Wien und an der Diplomatischen Akademie Wien

 

DO28. März, 19:00UHR

GESCHICHTSSCHREIBUNG ZWISCHEN MYTHEN UND LEGENDEN V

Reihe: Es ist ein gutes Land
KuratorIn: Wolfgang Maderthaner
Vortragende: Rudolf Scholten

YouTube Premiere „Aus Kreiskys Wohnzimmer“

Wolfgang Maderthaner und Rudolf Scholten
GESCHICHTSSCHREIBUNG ZWISCHEN MYTHEN UND LEGENDEN V

Die vielbeachtete – bisher vierteilige – Gesprächsreihe von Rudolf Scholten und Wolfgang Maderthaner im Wohnzimmer von Bruno Kreisky (zu sehen auf dem YouTube-Kanal des Bruno-Kreisky-Forums) wird fortgesetzt. Das Thema ist diesmal die erste Staffel der 40-teilgen Serie von ORF III „Die ganze Geschichte Österreichs“.
Es wird darum gehen, Mythen und Legenden in der Zeit zu besprechen, die von der ersten Staffel umfasst ist (frühe Babenberger bis ins 18. Jhdt.). Wer bestimmt die Reputation von historischen Persönlichkeiten, wie entstehen „große Erzählungen“ für die es nur wenig an historischen Quellen gibt. Was ist die Kontinuität von einer kleinen Grenzmark gegenüber den Ungarn über eine europäische Großmacht bis zum heutigen Österreich. Sind historische Heldentaten große politische Würfe oder glücklich ausgegangener Hazard?
Dies ist eine Auswahl der Fragestellungen die bei den Gesprächen von Rudolf Scholten mit Wolfgang Maderthaner begleitend zu den jeweiligen Staffeln des historischen Großprojekts des ORF besprechen wird.

Wolfgang Maderthaner, Historiker, Präsident des Vereins für Geschichte der ArbeiterInnenbewegung

 Rudolf Scholten, Präsident des Bruno Kreisky Forums