Annual Topic

2020: Das verlorene "Wir"

Was sich heute im Vergleich zum auslaufenden 20. Jahrhundert vielleicht am stärksten geändert hat, ist das „verlorene Wir“. Es gibt eine Krise des „Wir“. Theodor W. Adorno schrieb: „Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie ‚ich‘ sagen.“ Das war durchaus abschätzig gemeint. Ein Begriff wie „Pack“, der interessanterweise in Deutschland wie in den USA (als „Deplorables“) Eingang in die politische Diskussion gefunden hat, ist ein fernes Echo dieser Abschätzigkeit.

2020: Solidarity

Solidarität war einmal ein starkes Wort. Heute ist die Gesellschaft tiefer denn je zwischen Arm und Reich gespalten. Natürlich gibt es ein Sozialsystem, das einen Ausgleich bewirkt. Dazu bräuchten wir aber ein neues Verständnis von Solidarität. Wir sollten uns nicht damit begnügen, materielle Not zu lindern, sondern im anderen uns selbst als Mensch wiedererkennen. Erst durch diese freie Entscheidung zur Mitmenschlichkeit findet eine Gesellschaft wieder zusammen.

2019: Borders

Borders and cultural codes are matters of life and death, defining „identity“ and „foreignness“, making the difference between belonging and being excluded. They determine whether people are entitled to move from one place to another or whether they have the right to stay anywhere at all.
The curator of this Lecture series is Hanno Loewy, Director of the Jewish Museum in Hohenems.

2019: It is a good country

In 2018 we celebrated the centenary of the foundation of the Republic of Austria. But what does Austria actually mean?
In our new series “Es ist ein gutes Land. Republikanische Geschichtsstunde(n)“ (It is a good country. Republican history lesson/s), Wolfgang Maderthaner and his discussion partners discuss the history and topical events of this region, which within changing borders and a wide range of attributed meanings has come to bear the name “Austria”.